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Kunstmarkt: Zweite Ausgabe der Berlin Art Week im September ++ Provenienzforschung: Auktionskataloge aus Nazi-Zeit entdeckt ++ Kulturpolitik: Neumann: Förderung des Kurzfilms ist Zukunft ++ TV-Charts: „Undercover Boss“ kämpft sich nach vorne

Zweite Ausgabe der Berlin Art Week im September

Nach dem Schnellstart im vergangenen Jahr soll die Berlin Art Week im Herbst in eine zweite Runde gehen. Vom 17. bis 22. September wollen sich erneut zahlreiche Kunstinstitutionen und Galerien gemeinsam mit Gegenwartskunst präsentieren. Parallel dazu laufen auch die beiden Messen abc (art berlin comtemporary) und Preview wieder. Die Art Week war im vergangenen Jahr kurzfristig ins Leben gerufen worden, um den großen Kunstmessen etwa in Basel, London oder New York etwas entgegensetzen zu können. Ein einheitliches Logo und ein gemeinsamer Eintrittspreis sollen die unterschiedlichen Events bündeln.

Auktionskataloge aus Nazi-Zeit entdeckt

In München sind verloren geglaubte Protokolle von Kunstauktionen aus der Nazi-Zeit entdeckt worden. Dabei handele es sich um Versteigerungskataloge des Kunsthändlers Adolf Weinmüller aus den Jahren 1936 bis 1945, berichtete das Auktionshaus Neumeister. Weinmüller hatte in Wien und München mit Werken aus beschlagnahmtem jüdischem Besitz gehandelt. Die Auktionskataloge mit handschriftlichen Notizen zu rund 34.500 Objekten geben nun Aufschluss darüber, wem die Kunstgegenstände gehörten und wer sie erworben hat. Uwe Hartmann von der Berliner Arbeitsstelle für Provenienzforschung sprach von einer Sensation.

Neumann: Förderung des Kurzfilms ist Zukunft

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sieht die Förderung von Kurzfilmen als Zukunftsinvestition. Auf Festivals wie dem Filmfest Dresden begännen „meist mit kleinen Filmen große Regiekarrieren“, sagte Neumann . „Als essenzieller und kreativer Bereich der deutschen Filmlandschaft muss die Kurzfilmszene deshalb auch weiterhin gestärkt werden.“ Hierfür stelle sein Haus bis zu 250. 000 Euro Fördermittel bereit.

„Undercover Boss“ kämpft sich nach vorne

Obwohl die Firmen, aus denen der „Undercover Boss“ stammt, nicht mehr allzu namhaft sind, schauen die Menschen der RTL-Reihe weiterhin gern zu. Im Gesamtpublikum reichten dem Chef 5,18 Mio. Zuschauer für starke 17,1% Prozent. Nur „Wer wird Millionär?“ war mit 5,54 Mio. und 17,6 Prozent erfolgreicher. Den ZDF-Krimi „Mörderische Jagd“ sahen nur 4,02 Mio. Starke Zahlen gab es ab 22.15 Uhr auch für „James Bond: Die Welt ist nicht genug“: 2,49 Mio. sahen den Klassiker.