Abschied

Er entdeckte Penélope Cruz: Regisseur Bigas Luna ist tot

Die Filme von Bigas Luna waren geprägt von Sex, Gewalt und Leidenschaft.

Sein internationaler Durchbruch kam 1978 mit dem erotischen Werk „Bilbao“. Als einer seiner größten Erfolge gilt das Melodram „Jamón, jamón“ (Lust auf Fleisch) von 1992, für das er beim Filmfestival Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde. In dem Werk spielten die damals noch relativ unbekannten Cruz und Bardem die Hauptrollen. Der Film markierte für sie den Beginn einer internationalen Karriere. Seit 2010 sind die beiden Hollywoodstars sogar miteinander verheiratet. Bigas Luna galt als einer der bedeutendsten Filmemacher der vergangenen Jahrzehnte in Spanien. Für „La teta y la luna“ (Die Titte und der Mond) erhielt er 1994 in Venedig einen Preis für das beste Drehbuch. Der aus Barcelona stammende Regisseur feierte sein Filmdebüt 1976 mit „Die tätowierte Leiche“. Die spanische Tageszeitung „El País“ feiert Bigas Luna für seine „ansteckende Vitalität“, er habe für die irdischen Genüsse gelebt, und seine Filme seien voll von dieser Liebe zum Leben.

Für das spanische Kino bedeutete der Tod des Regisseurs den zweiten großen Verlust innerhalb einer Woche. Am Montag war der Filmemacher Jesús „Jess“ Franco gestorben, der mehr als 200 Filme gedreht hatte und als Außenseiter vor allem von einem Fachpublikum geschätzt worden war.