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Kulturpolitik: Künstler kritisieren Pläne zum Abriss des Atelierhauses ++ Literatur: Archiv restauriert ein Romanfragment Fontanes ++ Museen: Rijksmuseum: Renovierung kostete 375 Millionen Euro ++ TV-Quoten: Champions League beschert dem ZDF einen Saisonrekord

Künstler kritisieren Pläne zum Abriss des Atelierhauses

Berlins Kunstszene wird womöglich bald um eine weitere Attraktion ärmer. Laut dem Berufsverband Bildender Künstler Berlin plant der Finanzsenat den Abriss des Atelierhauses Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow. Über 90 Künstler arbeiten derzeit in dem ehemaligen Gebäude der Akademie der Wissenschaften der DDR, das vom Liegenschaftsfonds der Stadt verwaltet wird. Die Information über den Abriss habe der Verband aus der Kulturverwaltung ohne jeden weiteren Kommentar erhalten. Den Umzug in ein alternatives Objekt hält Mondry für ausgeschlossen. Atelierräume in dieser Größenordnung gibt es in Berlin nicht.

Archiv restauriert ein Romanfragment Fontanes

Das Potsdamer Theodor-Fontane-Archiv hat rund 90 Originalblätter aus dem Romanfragment „Allerlei Glück“ des märkischen Dichters restauriert. Die Manuskripte Theodor Fontanes (1819-1898), die mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder gesichert wurden, sollen am 11. April der Öffentlichkeit präsentiert werden, wie das Archiv gestern in Potsdam mitteilte. Das Werk umfasste einst rund 300 Seiten literarischer Entwürfe. Da ein Großteil des nie vollendeten Romans im Krieg verloren gegangen sei, seien die im Fontane-Archiv verwahrten Werkhandschriften von besonderem Wert, hieß es.

Rijksmuseum: Renovierung kostete 375 Millionen Euro

Das weltberühmte Amsterdamer Rijksmuseum hat sich am Donnerstag nach einer zehnjährigen Renovierung in neuer Pracht präsentiert. Nach Plänen der spanischen Architekten Antonio Cruz und Antonio Ortiz wurde das erstmals 1885 eröffnete Museumsgebäude, das Stilelemente aus Gotik und Renaissance kombiniert, für etwa 375 Millionen Euro aufwändig restauriert und umgebaut.

Das Museum zeigt in 80 Sälen 8000 Exponate aus 800 Jahren niederländischer Geschichte. Das Schlüsselwerk ist Rembrandts „Nachtwache“ von 1642.

Champions League beschert dem ZDF einen Saisonrekord

Auch wenn es am Ende keine Tore gab: Das Fußballspiel Borussia Dortmund gegen Malaga sahen 9,58 Mio. Zuschauer – und bescherte dem ZDF den höchsten Champions-League-Wert, seit es die Senderechte von Sat.1 übernommen hat. Davon profitierte auch das dazwischen gesendete „heute-journal“ mit 8,45 Mio. Auf Platz Drei kam, mit deutlichem Abstand, der ARD-Thriller „Am Ende der Lüge“, bei dem 5,81 Mio. zuschalteten.