Fernsehen

Neue Gesprächsrunde beim RBB: Thadeusz diskutiert über Politik

Jörg Thadeusz startet eine neue Talksendung aus Berlin.

Mit „Thadeusz und die Beobachter“ lässt der RBB ab kommendem Dienstag (9. April, 22.15 Uhr) den Moderator einmal im Monat mit vier Hauptstadt-Journalisten über Politik diskutieren. „Wir wollen Politik unterhaltsam und verständlich besprechen“, sagte der 44-Jährige am Donnerstag. Jeweils vier der insgesamt acht „Beobachter“ treten zu einer Sendung an, den Anfang machen die freie Journalistin Mely Kiyak, „Zeit“-Reporterin Elisabeth Niejahr, der Autor Hajo Schumacher und der Feuilletonchef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, Claudius Seidl.

Im Unterschied zu anderen Politikrunden sollen die „Beobachter“ nicht als Vertreter bestimmter Positionen „abrufbar“ sein, wie Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) sagte. Es könne durchaus deutlich werden, dass sich die Teilnehmer bei einem Thema nicht so gut auskennen. „Wir wollen auch Besserwisserei sichtbar machen“, sagte Thadeusz, der bis Dezember die Gesprächsreihe „Dickes B.“ präsentierte.

„Im besten Fall soll die Sendung widerlegen, dass man aus Talkshows meistens dümmer herauskommt, als man herein geht“, sagte Seidl. Der Gesprächston solle „weder ernst noch ironisch, sondern antiautoritär“ sein. Zum Auftakt wollen die Diskutanten unter anderem über den NSU-Prozess debattieren. Am Ende jeder Sendung bekommt ein „Beobachter“ eine Aufgabe: In der Rubrik „Eine Minute Ruhm“ muss er oder sie in 60 Sekunden ein Thema erklären, über das die meisten reden, aber die wenigsten verstehen, etwa den „EU-Rettungsschirm“.