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Museum: Raubkunst-Streit um Picasso-Bild vor US-Gericht ++ Literatur: Ingo Schulze eröffnet Lesetage gegen Vattenfall ++ Theater: Russischer Schauspieler Walerie Solotuchin ist tot ++ TV-Quoten: Matula wurde als Ermittler würdig verabschiedet

Raubkunst-Streit um Picasso-Bild vor US-Gericht

Die Erben des jüdischen Bankiers und Kunstsammlers Paul von Mendelssohn-Bartholdy haben vor einem US-Gericht Klage gegen den Freistaat Bayern auf Rückgabe des Bildes von Pablo Picasso, „Madame Soler“, eingereicht. Wie ihr Anwalt, John Byrne, sagte, ist die Klage seit Mittwoch vor einem Distriktgericht in New York anhängig. Verlangt werde die Rückerstattung des aus Picassos „Blauer Periode“ stammenden Gemäldes, das heute in der Pinakothek der Moderne in München hängt und auf 100 Mio. Dollar (78 Mio. Euro) geschätzt werde.

Ingo Schulze eröffnet Lesetage gegen Vattenfall

Der Berliner Schriftsteller Ingo Schulze („33 Augenblicke des Glücks“) eröffnet in Hamburg die diesjährigen HEW-Lesetage gegen Vattenfall. Mit dem Lesefestival möchten die Organisatoren „ein gemeinsames Zeichen gegen die Ökonomisierung der Kultur durch Großkonzerne setzen.“ Vom 15. bis 21. April gibt es rund 30 Lesungen an verschiedenen Orten, darunter Clubs, Buchhandlungen und kleine Bars. Zu den eingeladenen Autoren gehören Friedrich Ani, Harry Rowohlt oder Jochen Schimmang.

Russischer Schauspieler Walerie Solotuchin ist tot

Der russische Schauspieler und Theaterregisseur Waleri Solotuchin ist im Alter von 71 Jahren in Moskau an einem Gehirntumor gestorben. Seit Jahrzehnten spielte Solotuchin am Taganka-Theater verschiedene Hauptrollen und war dort zuletzt auch künstlerischer Leiter. Der am 21. Juni 1941 geborene Schauspieler wirkte auch in Filmen wie „Chosjain Taigi“ (1968, „Herr der Taiga“) mit.

Matula wurde als Ermittler würdig verabschiedet

Es war der würdige Abschluss einer der längsten Karrieren als TV-Ermittler: „Ein Fall für zwei“ ging am Freitag zu Ende und 6,64 Mio. Leute sahen Matula noch einmal zu. Damit erreichte der ZDF-Krimi seine beste Zuschauerzahl seit über sechs Jahren. In den Tages-Quoten musste er sich nur der 20-Uhr-“Tagesschau“ (6,73 Mio.) geschlagen geben. Das Erste erreichte mit „Liebe und Tod auf Java“ als schärfster 20.15-Uhr-Kontrahent nur vier Millionen Zuschauer.