Architektur

Eisenmans „Stadt der Kultur“ in Spanien bleibt unvollendet

Der großangelegte Gebäudekomplex der „Stadt der Kultur“ des US-Stararchitekten Peter Eisenman im Nordwesten Spaniens bleibt unvollendet.

Die Regierung der Region Galicien beschloss, aus finanziellen Gründen auf die Errichtung der zwei noch fehlenden Bauwerke des Projekts in der Nähe der Stadt Santiago de Compostela zu verzichten. Damit sollen 170 Millionen Euro eingespart werden. Das Prestige-Vorhaben, dessen Grundstein im Februar 2001 gelegt worden war, verschlang bisher rund 290 Millionen Euro. Es umfasst vier Bauwerke: eine Bibliothek, ein Museum, ein Archiv- und ein Verwaltungsgebäude. Es sollten noch eine Konzerthalle und ein internationales Kunstzentrum hinzukommen. Die Errichtung dieser Gebäude war mehrfach verschoben worden und wurde nun dafinitiv aufgegeben. Damit tun sich in dem Komplex zwei Baulücken auf. Was mit diesen Flächen künftig geschehen soll, ist noch unklar.

Eisenman bedauerte die Entscheidung, wollte sich aber noch nicht weiter äußern. „Wir müssen erst einmal abwarten, bis uns die genauen Gründe mitgeteilt werden“, sagte er in New York. „Dann sehen wir weiter und dann will ich mich auch äußern. Alles andere wäre verfrüht.“ In Deutschland ist der Architekt vor allem für seinen Entwurf des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin bekannt.