Leipzig

Buchmesse-Chef Zille freut sich über Besucheransturm

Die Leipziger Buchmesse ist am Sonnabend von Zehntausenden Besuchern nahezu überrannt worden.

Die Messehallen waren übervoll. Es wurden „Einbahnstraßen“ eingerichtet, um die Besucherströme zu leiten. Messe-Direktor Oliver Zille zeigte sich über den Ansturm erfreut. „Es ist ein großes psychologisches Element: Auf einer Publikumsmesse muss auch was los sein“, sagte er.

Die Messe gilt als erster großer Stimmungstest des Jahres für die Buchbranche. Dort herrschte nach einem starken Jahresbeginn Zuversicht. Nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels kletterten die Umsätze um 1,7 Prozent. 2012 hatte die Branche rund 9,6 Milliarden Euro umgesetzt.

Die Leipziger Buchmesse hat bis zum heutigen Sonntag geöffnet. Nach Frankfurt/Main ist sie die zweitgrößte Bücherschau in Deutschland. Zilles Bilanz fiel einen Tag vor Messeende positiv aus: Das kalte, trockene Winterwetter habe sehr viel Publikum auf die diesjährige Messe gebracht. Am Freitag, zur Halbzeit, hatte die Messe von 64000 Besuchern gesprochen. Das waren genauso viele wie 2012. Das Interesse an Büchern, so schien es, ist ungebrochen. An den ersten beiden Messetagen waren zahlreiche Schulklassen auf dem Gelände, am Wochenende zog der Comic- und Mangaschwerpunkt viele kostümierte Jugendliche an. Im Begleitprogramm „Leipzig liest“ luden 2900 Mitwirkende und Autoren zu rund 2800 Veranstaltungen ein.