Theater-Kritik

„Eine ganz normale Familie“, in der nichts normal ist

Die Großmutter (Peggy Lukac) verspritzt Gift, wo sie nur kann.

Ihre Abneigung gegen alles Positive im Leben ist Dreh- und Angelpunkt von Neil Simons sitcomartigen Stück „Eine ganz normale Familie“. Normal geht es in dieser Familie überhaupt nicht zu. Das wird den Brüdern, die ihre Mutter verloren haben und erst mal bei der ungeliebten Großmutter bleiben müssen, schnell klar. Aber kaum angekommen, stürmt Tante Bella ins Zimmer – ein Lichtblick für die Jungs und ein starker Auftritt von Chiara Schoras. Tante Gerti (Marie Schöneburg) leidet an Asthma, sobald sie ihrer Mutter gegenübertritt. Ihr theatralischer Anfall auch die Brüder Jay (Lucas Reiber) und Arty (Sandro Lohmann). Regisseur Andreas Schmidt bringt mit „Eine ganz normale Familie“ eine lustige Geschichte einfallsreich auf die Bühne. Simons Stück, das in den 40er Jahren in einer Kleinstadt in Amerika spielt, funktioniert durch die zeitlose Inszenierung auch im Theater am Kurfürstendamm.