Fahndungserfolg

Rotterdamer Kunst-Krimi: Mögliche Komplizin gefasst

Im Zusammenhang mit dem spektakulären Kunstraub aus der Rotterdamer Kunsthalle hat die Polizei eine mögliche Komplizin der Diebe festgenommen.

Die 19 Jahre alte Frau aus Rumänien wird verdächtigt, in ihrer Wohnung die sieben gestohlenen Gemälde von Künstlern wie Picasso, Matisse und Monet zeitweise versteckt zu haben. In Rumänien sitzen bereits drei Männer in Haft. Von den Gemälden im Wert von 50 bis 100 Millionen Euro fehlt jede Spur.

Zwei Diebe waren in der Nacht zum 16. Oktober 2012 des vergangenen Jahres an der Rückseite des Gebäudes eingedrungen. Die Tür war wegen Brandschutzauflagen nur mit einem einfachen Schloss gesichert. Die Polizei vermutet, dass die Bilder nach dem Diebstahl in die Rotterdamer Wohnung der Frau gebracht wurden. „Dort wurden vermutlich die Rahmen entfernt und die Bilder später nach Rumänien gebracht“, hieß es. In Rumänien hatten die Männer Bilder von Matisse und Gauguin einem Geschäftsmann zum Kauf angeboten. Die Ermittler untersuchten „viele Dutzende Stunden“ Film von Überwachungskameras. Laut Polizei fielen auf diesen Bildern „zwei Männer auf, die sich durch ihr Verhalten verdächtig gemacht hatten.“ Diese Männer im Alter von 25 und 28 Jahren wurden im Januar in Rumänien festgenommen. Die 19-Jährige Frau sei die Freundin eines der Männer. Auch ein mutmaßlicher Hehler ist in Haft.