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Film: Adjani macht Rückzieher bei Film über Strauss-Kahn ++ Museen: Neuer Chef: „In Berlin wäre Folkwang ein Selbstläufer“ ++ Gesellschaft: Philosoph Pfaller beklagt zunehmende Sexfeindlichkeit ++ TV-Quoten: Die Krimis im ZDF schlagen fast alle Konkurrenz

Adjani macht Rückzieher bei Film über Strauss-Kahn

Die französische Schauspielerin Isabelle Adjani will doch nicht in einem geplanten Film über die New Yorker Sex-Affäre des früheren IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn mitspielen. „Obwohl ich anfangs von der Idee begeistert war, an der Seite von Gérard Depardieu zu spielen, ziehe ich es vor, mich aus dem Projekt zurückzuziehen“, kündigte die 57-Jährige in einer auf der Kinowebsite „CinéObs“ veröffentlichten Erklärung an. Hintergrund seien die jüngsten Angriffe auf die Privatsphäre von Strauss-Kahn und dessen Ex-Partnerin Anne Sinclair.

Neuer Chef: „In Berlin wäre Folkwang ein Selbstläufer“

Nach Ansicht des neuen Folkwang-Chefs Tobia Bezzola hat es das Kunstmuseum in Essen schwer, einen ähnlichen Besucheransturm zu erleben wie gleichwertige Sammlungen in großen Touristenstädten. „Wenn dieses Haus mit dieser Sammlung in Berlin stehen würde, wäre es ein Selbstläufer. Die Leute würden durch die Drehkreuze durchrattern“, so Bezzola. Der Schweizer, der seit zwei Monaten das Flaggschiff des Ruhrgebiets leitet, macht sich keine Illusionen: „Es werden nicht 100.000 Menschen pro Jahr nach Essen pilgern, um sich die Sammlung anzusehen.“ Schon die Altersstruktur im Ruhrgebiet sei eine andere als in Metropolen.

Philosoph Pfaller beklagt zunehmende Sexfeindlichkeit

Die aktuelle Sexismus-Debatte hierzulande hängt nach Ansicht des Philosophen Robert Pfaller mit einer zunehmenden Sexualfeindlichkeit zusammen. „Das Problem ist, dass heute viele Menschen jede Form des erotischen Verhaltens in der Öffentlichkeit grundsätzlich als Belästigung empfinden“, sagte der Wiener Professor der „FAS“. „Die Gesellschaft blickt sehnsüchtig nach dem Sex, ist aber nicht mehr dazu in der Lage, ihn als normalen Modus des Lebens zu begreifen.“

Die Krimis im ZDF schlagen fast alle Konkurrenz

Stefan Raabs „Wok-WM“ hatte keine Chance, und auch die Serien auf den anderen Privaten konnten kaum Zuschauer binden. Der Sonnabend gehörte ganz dem ZDF mit seinen Krimis: „Ein starkes Team“ kam auf 6,21 Mio. Zuschauer– und Platz Zwei, „Kommissar Stolberg“ auf 5,37 Mio. – und Platz Vier. Dazwischen konnte sich nur dieARD- „Sportschau“ mit dem Bundesliga-Fußball platzieren (5,53 Mio). Den Tagessieg holte sich die „Tagesschau“ (6,33 Mio.), ebenfalls im Ersten.