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Literatur: Trotz Demenz: Walter Jens führt ein würdiges Leben ++ Theater: Tom Hanks bei spätem Broadway-Debüt gefeiert ++ Letzter Wille: Schädel eines Pianisten wird zum Bühnenrequisit ++ TV-Quoten: Nach Günther Jauch bricht RTL mit „Cash Crash“ ein

Trotz Demenz: Walter Jens führt ein würdiges Leben

Der Publizist und Philologe Walter Jens scheint trotz seiner weit fortgeschrittenen Demenz-Erkrankung weiterhin einen ungebrochenen Lebenswillen zu haben. Er schlafe zwar viel und erkenne selbst seine Familie nicht mehr. „Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass mein Mann im Moment lebensmüde ist. Was lebt, will leben. Und er will ganz offensichtlich noch leben“, sagte seine Frau Inge Jens der Nachrichtenagentur dpa. Nächsten Freitag wird der frühere Präsident der Berliner Akademie der Künste 90 Jahre alt.

Tom Hanks bei spätem Broadway-Debüt gefeiert

Tom Hanks (56) ist bei seinem Debüt am New Yorker Broadway begeistert gefeiert worden. Das Publikum im ausverkauften Broadhurst-Theater spendeten dem Oscarpreisträger am Freitagabend nach der Premiere des Stücks „Lucky Guy“ stehend Applaus. Hanks spielt in dem Stück den Journalisten Mike McAlary, der inNew York zahlreiche Polizei-Skandale aufdeckte. Geschrieben hat „Lucky Guy“ die im vergangenen Jahr gestorbene US-Autorin Norah Ephron. Hanks war mit Ephron eng befreundet und suchte sich ihr Stück aus, um nach einer langen Karriere im Film und am Theater erstmals auch am Broadway aufzutreten.

Schädel eines Pianisten wird zum Bühnenrequisit

Es war sein letzter Wille: Als der Pianist André Tschaikowsky 1982 mit nur 46 Jahren starb, stellte er seinen Körper der Medizin zur Verfügung – und wünschte sich, dass sein Schädel für Bühnenperformances an der Royal Shakespeare Company verwendet würde. Dem wurde nun stattgegeben: Der Mime David Tennant benutzte ihn als Yorrick-Schädel in 22 „Hamlet“-Aufführungen. Das Geheimnis wurde aber erst im Nachhinein gelüftet: damit die Aufführungen nicht nur auf ihr makabres Element reduziert würden.

Nach Günther Jauch bricht RTL mit „Cash Crash“ ein

Nomen est Omen. Die RTL-Show „Cash Crash“ kam am Freitag nur auf 3,4 Millionen Zuschauer – und führte so zu einem Quoten-Crash. Denn unmittelbar zuvor hatte Günther Jauch mit seiner Rate-Show „Wer wird Millionär?“ noch 5,3 Mio. vor die Fernsehgeräte gelockt: der Tagessieger. Die einzige Sendung, die noch über die Fünf-Millionen-Marke kam, war „Soko Leipzig“ im ZDF (5,08 Mio.), die weiteren Plätze belegten die Nachrichtensendungen „RTL aktuell“ (3,79 Mio.) und die „Tagesschau“ im Ersten (3,57 Mio.).