Prominente

Schunkelnd durch eine lange Nacht

Bei der „Bild“-Party im „Borchardt“ wurde bis zum frühen Morgen ausgelassen gefeiert

Ihrem Namen ist sie einmal mehr gerecht geworden. „The Place to B“ nennt sich die Berlinale-Party der „Bild“-Zeitung – und genau dazu wurde das Restaurant „Borchardt“ am Sonnabend. Tummelt sich hier schon an gewöhnlichen Abenden die Prominenz, gab es zur späteren Stunde einen regelrechten Andrang von rund 500 hochkarätigen Gästen. Die Bedeutung der Veranstaltung, die immerhin in Konkurrenz zu zahlreichen weiteren Events lief, ließ sich etwa vor dem Eingang der VIP-Kantine in Mitte gut beobachten. Dort lief eine frierende Jasmin Gerat auf und ab – sie war, natürlich versehentlich, noch vor den Pressefotografen gekommen und musste auf den Einlass warten. Der Innenraum füllte sich dann aber umso schneller, der Gastgeber und stellvertretende „Bild“-Chefredakteur Alfred Draxler warnte in seiner Ansprache vor: „Ich versichere Ihnen: Es wird noch kuscheliger.“

Tatsächlich bildeten sich, ordentlich unterstützt durch den in Massen strömenden Champagner, interessante Paarungen. Model Franziska Knuppe unterhielt sich da beispielsweise angeregt mit Schauspielgröße Mario Adorf , holte sich vielleicht Tipps für ihre angestrebte Filmkarriere. Julie Pacino, derzeit in der Hauptstadt weilende Tochter des „Paten“ Al Pacino, tauschte mit dem überraschend auftauchenden Samuel Koch Visitenkarten aus. Der deutlich erschlankte Designer Michael Michalsky gab dagegen seine Diät-Erfahrungen dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit weiter: „Immer genug Wasser nach jedem Glas Champagner trinken“, so sein Rat.

Dem schien das prickelnd-edle Getränk allerdings einfach besser zu schmecken – schließlich ist nur einmal im Jahr Berlinale. Sichtlich ausgelassen tanzte er also zum Sound des einstigen Schunkelbarden und plötzlichen Rockstars Heino , der mit seinen Coversongs die Bühne eroberte. Die hatte zuvor bereits Vicky Leandros für sich eingenommen. Bei ihrem Hit „Ich liebe das Leben“ sang nicht nur Schauspielerin Anna Thalbach mit, während ihr Kollege Armin Rohde sich sogleich ein Foto mit der Sängerin sicherte. Lauter wurde es nur an einem Tisch in der Ecke, an dem sich die Nachwuchsriege des deutschen Films versammelte: Kostja Ullmann , Robert Stadlober , Josefine Preuß , Karoline Schuch und auch Matthias Schweighöfer saßen da in trauter Runde. Letzterer sorgte für das Tuschelthema des Abends – und das nicht allein.

An seiner Seite sah man eine gefühlte Ewigkeit Svenja Holtmann , Model und besser bekannt als Freundin von Til Schweiger , den sie irgendwo an der Bar verloren zu haben schien. Ob Schweighöfer die Partnerin seines guten Freundes trösten musste? Glücklich wirkte sie zumindest nicht, besonders am Ende des Abends, als Schweiger, so raunte man sich anschließend zu, allein in eine Limousine gestiegen sein soll – und sie zunächst vor dem Ausgang stehen ließ. Nicht die feine Art.

Über mangelnde Aufmerksamkeit konnte sich hingegen Jungstar Max von der Groeben nicht beklagen. Erst ließ ihn die mehr als 20 Jahre ältere und eigentlich mit dem Schauspieler Jürgen Prochnow liierte Birgit Stein kaum noch aus ihrem Klammer-Griff, dann flirtete Schauspielerin Eva Habermann auf der Tanzfläche heftig mit dem smarten Nachwuchsdarsteller. Welche der Damen ihm besser gefallen hat, dazu wollte er sich nicht äußern. Ein Gentleman schweigt eben – und genießt.