Archäologie

Rettung von Pompeji beginnt, Kampf gegen Mafia geht weiter

Überschattet von angeblichen Mafia-Verstrickungen hat in Italien die Rettung der historischen Ausgrabungsstätte Pompeji begonnen.

Mit insgesamt 105 Millionen Euro soll die kulturell bedeutsame Stätte bei Neapel restauriert werden. EU-Regionalkommissar Johannes Hahn begleitete gemeinsam mit drei italienischen Ministern den Beginn der Arbeiten. Zuvor war jahrelang nur wenig in den Erhalt der antiken Stadt investiert worden. Zuletzt waren immer wieder Teile der Ausgrabungsstätte abgebrochen oder Gebäude eingestürzt. Jahr für Jahr besuchen Millionen von Touristen das 66 Hektar große Gelände, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Die Stadt war bei einem Ausbruch des Vulkans Vesuv im Jahr 79 verschüttet worden. Tausende Menschen wurden getötet, der Ort unter einer meterhohen Ascheschicht begraben und so für Jahrhunderte konserviert. Erst im Jahr 1748 wurde das antike Pompeji wiederentdeckt. In der ersten Bauphase sollen zunächst fünf Gebäude restauriert werden. Die schwer beschädigten Ruinen werden mit Hilfe von moderner Technologie behutsam restauriert. „Pompeji hat große kulturelle Bedeutung für Europa, den Rest der Welt und Italien“, sagte Hahn. Die EU hatte im März 2012 beschlossen, die Restaurierung der größten Ausgrabungsstätte Europas finanziell zu unterstützen.