Forschung

Mehr Bibliotheken und Museen suchen nach NS-Raubkunst

Mehr und mehr deutsche Museen und Bibliotheken forschen in ihren Beständen nach möglicher Beute- oder NS-Raubkunst.

Das ist die Einschätzung des Leiters der Koordinierungsstelle Magdeburg, Michael Franz. „Die Statistik zeigt, dass in den Einrichtungen Projekte vorangetragen werden. Dort ist eine Menge Engagement und Einsatz vorhanden.“ Die Einrichtung des Bundes und der Länder listet in der Datenbank lostart.de Gegenstände auf, bei denen nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie den rechtmäßigen Besitzern von den Nazis geraubt oder nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten weggeschafft wurden. Es kann dort auch nach vermissten Gegenständen gesucht werden.

Die Statistik zeigt: Während 2002 noch 35 Einrichtungen von ihren Forschungen berichteten – 22 fanden nichts Verdächtiges, 13 meldeten 750 Objekte mit unklarer Herkunft -, sind es bis heute 700 Einrichtungen. Davon haben laut Franz 106 zusammen 18. 300 Gegenstände benannt, die Raubkunst sein könnten.

Die anderen knapp 600 Einrichtungen fanden keine Hinweise darauf. „Die Zahlen sind auch mit der Unterstützung der Fördermittel, die der Bund seit fünf Jahren zur Verfügung stellt über die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche, sprunghaft gestiegen.“