Geburtstag

Henning Mankell wird 65 Jahre und schreibt an neuem Thriller

Rastlos aktiv ist Henning Mankell kurz vor seinem 65. Geburtstag am 3. Februar – und der schwedische Bestseller-Autor wird es wohl auch noch lange danach bleiben.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatte er kürzlich vier Auftritte neben Regierungschefs und Wirtschaftsbossen. „Hier bin ich schon ein etwas komischer Vogel“, sagte er dazu im heimischen Rundfunk. „Ich repräsentiere alle, die nicht hier sein können“, meinte er und nannte als seine Themen, die Armut in Afrika sowie die Bekämpfung von Analphabetismus.

Nach dem 65. Geburtstag will der Schwede, der teils in seiner Heimat und teils in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, lebt, seine Passion für Afrika für einen neuen Krimi nutzen. „Er plant einen Thriller, der in Mosambik spielt“, sagt die Lektorin Tatjana Michaelis vom Münchner Hanser Verlag. „Er will nicht kürzertreten und hat nach wie vor mehrere Projekte im Kopf.“ Schon seit 20 Jahren hat Mankell einen bisher nicht veröffentlichten Krimi mit seinem legendären Kommissar Kurt Wallander aus Ystad in der Schublade. Im Herbst soll er auch auf Deutsch erscheinen. Allerdings ist der Roman kürzer als die anderen und wird wohl auch nicht mehr die schwindelnden Auflagenhöhen wie früher erreichen. Mit 15 Millionen verkauften Büchern allein in Deutschland und weltweit 40 Millionen hat Wallander seinen literarischen Schöpfer an die Spitze von Bestsellerlisten befördert.

Und es ist bislang nicht ruhiger um Mankell und seinen erfundenen Kommissar geworden. Immer neue Verfilmungen, unter anderem mit dem Briten Kenneth Branagh, sorgen ebenso dafür wie all die vielen Aktivitäten des Autors.