Deutsche Sprache

„Schlecker-Frauen“ am häufigsten als Unwort des Jahres vorgeschlagen

Der Begriff „Schlecker-Frauen“ hat gute Chancen auf das Unwort des Jahres 2012.

Der im Zusammenhang mit der Insolvenz der Drogeriemarktkette geprägte Begriff sei mit 163 Nennungen das mit Abstand am häufigsten eingesandte Unwort, sagte Jury-Sprecherin Nina Janich am Montag. Die Darmstädter Professorin wies allerdings darauf hin, dass die Anzahl der Einsendungen für die Wahl nicht ausschlaggebend sei.

Ebenfalls häufig genannt wurden Janich zufolge „Anschlussverwendung“ (125), „moderne Tierhaltung“ (102) und „Ehrensold“ (88). Die Jury hat bis zum Ablauf der Frist insgesamt 2.232 Einsendungen mit 1.019 unterschiedlichen Begriffen aus dem gesamten Bundesgebiet erhalten. Das Unwort des Jahres 2012 soll am 15. Januar in Darmstadt bekannt gegeben werden. Unwort des Jahres 2011 war „Döner-Morde“.

Bei der Wahl zum Wort des Jahres war der Begriff „Schlecker-Frauen“ auf Platz vier gelandet. Nach Ansicht der Gesellschaft für deutsche Sprache wird damit den ehemaligen Mitarbeiterinnen „sprachlich ein Denkmal“ gesetzt.