Restaurierungsarbeiten

Welterbe-Zentrum zieht ins Bayreuther Opernhaus

Das im Vorjahr zum Unesco-Weltkulturerbe gekürte Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth ist derzeit wegen Sanierung geschlossen – trotzdem sollen Interessierte in einigen Monaten wieder einen Blick in das beeindruckende Gebäude werfen können.

Im Mai eröffnet die bayerische Schlösserverwaltung ein Welterbe-Zentrum im Foyer. Zudem kann man die Fürstenloge besichtigen. Die umfangreichen Restaurierungsarbeiten, die etwa 19 Millionen Euro kosten sollen, werden voraussichtlich vier Jahre dauern. Experten versuchen, den Originalzustand des Gebäudes wiederherzustellen. Das Bauwerk gilt als einziges vollständig erhaltenes Barocktheater nördlich der Alpen. Im Welterbe-Zentrum sollen unter anderem Originalexponate aus der Bauzeit zu sehen sein, zudem ermöglicht eine 3D-Animation einen Einblick in die Architektur des Hauses. Dank eines Sichtfensters können Besucher auch bei der laufenden Sanierung zuschauen.

Das 1748 eröffnete Opernhaus ließ Markgräfin Wilhelmine (1709-1758) errichten. Sie war die Lieblingsschwester von Preußenkönig Friedrich II. Unter ihrer Ägide wurde Bayreuth zu einem wichtigen Zentrum für Kunst und Kultur. Anders als die meisten anderen aus Holz errichteten Theaterbauten des Barock blieb das Bayreuther Bauwerk von Bränden oder von späteren gravierenden Umgestaltungen verschont.