Richard-Wagner-Festspiele

Festspielchefin Katharina Wagner denkt schon an 2020

Die Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner, deren Vertrag 2015 endet, macht schon Pläne bis zum Jahr 2020.

„Natürlich denken wir über 2015 und 2016 nach, wir denken bis 2020 nach“, sagte die 34-Jährige in der „Nürnberger Zeitung“. „Es sind auch die Verträge schon größtenteils unter Dach und Fach, weil Sie die Leute so früh verpflichten müssen.“ Katharina Wagner leitet die Richard-Wagner-Festspiele seit 2008 gemeinsam mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier. Über eine Vertragsverlängerung denke sie noch nicht nach, sagte sie. „Im Moment ist das Dringlichste das bevorstehende Wagner-Jahr.“ Dieser wäre nicht verwundert, dass die von ihm 1876 begründeten Festspiele bis heute Bestand haben, meint die Urenkelin. „Er hatte so ein großes und starkes Selbstbewusstsein, hat sich ein Festspielhaus nur für seine Werke hingestellt.“

Sorgen macht der Festspielchefin der schlechte bauliche Zustand des Festspielhauses. „Das lässt mich nicht kalt, dass das Haus ein großer Sanierungsfall ist“, sagte sie und ließ offen, ob sich der Grüne Hügel im Wagner-Jahr womöglich als Baustelle präsentieren werde. „Ich kann da gar keine Prognose abgeben, ehrlich. Eines ist klar: Die Verkehrssicherheit muss im Vordergrund stehen, einfach auch, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.“ Ein großes Problem für Festspielbesucher sei die schlechte Verkehrsanbindung Bayreuths. Die Stadt benötige eine bessere Zugverbindung. „Die Besucher bei uns gehen teilweise nicht mehr in den dritten Akt, weil sie den Zug erwischen müssen wegen der Anschlüsse in Nürnberg“, klagte Wagner.