Handel

Börsenverein des Buchhandels will E-Books stärken

Der Markt für E-Books in Deutschland wächst.

Die Verlage erwarten, dass sich der Anteil der E-Books an ihrem Umsatz bis 2015 auf 17 Prozent erhöhen wird, wie der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, sagte. 2012 waren es zwei Prozent am Gesamtumsatz der Branche. Dennoch halte der digitale Markt auch derzeit ungelöste Probleme bereit, wie unzureichender Schutz des Urheberrechts im Internet oder die steuerliche Ungleichbehandlung von Printbüchern und E-Books. Dabei eröffnen digitale Bücher insbesondere Kindern, die bislang wenig lesen, neue Chancen, wie eine Studie der Stiftung Lesen zeigt.

Der Börsenverein fordert die Einführung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auch für E-Books. In diesem Punkt seien E-Books gegenüber Printbüchern, auf die nur sieben Prozent Mehrwertsteuer gezahlt werden müssten, extrem benachteiligt. Diese Ungleichbehandlung, die sachlich nicht nachvollziehbar sei, verteure E-Books unnötig. Hinzu komme, dass E-Books in Herstellung und Vertrieb eigentlich günstiger seien. Mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz könnten E-Books bis zu 25 Prozent billiger sein als Printbücher. Ein weiteres Problem des E-Book-Marktes sieht Skipis im Bereich der Urheberrechtsverletzungen. Die Verlage würden in den Ausbau ihres digitalen Angebotes nur Geld investieren, sofern sich dies für sie finanziell auch lohne. Dies sei wegen der „Produktpiraterie“ schwierig. „Wenn die Verlage ihre Produkte sofort im Internet auf diversen Plattformen wiederfinden, dann lohnen sich die Investitionen nicht mehr.“