Kino

Neumann weist Kritik am Deutschen Filmpreis zurück

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat Kritik an der Auswahlpraxis zum Deutschen Filmpreis als „abwegig“ zurückgewiesen.

„Wenn mehr als 1300 Mitglieder der Filmakademie darüber entscheiden, gibt es jedenfalls ein demokratisch legitimiertes Ergebnis“, sagte der CDU-Politiker. Die Mitglieder hätten ihre Entscheidungen aus dem Angebot der eingereichten Filme über die Jahre sehr verantwortlich getroffen. Im Oktober hatten mehrere Filmkritiker eine Neuausrichtung des Filmpreises gefordert. Die Ehrung fördere ein gefälliges „Konsenskino“, hatten sie moniert. Außenseiterfilme hätten kaum Chancen. Der Deutsche Filmpreis ist der mit rund 2,9 Millionen Euro höchstdotierte Kulturpreis in Deutschland. Er wird am 26. April 2013 wieder vergeben.

Neumann betonte dagegen, Außenseiterfilme hätten durchaus Chancen. „Filme wie ,Halt auf freier Strecke’ oder ,Barbara’, die 2012 die Goldene und die Silberne Lola gewonnen haben, waren sicher keine Mainstreamfilme.“ Diese Liste ließe sich mit Gewinnern aus den Vorjahren beliebig erweitern. Im Gegenteil würde ein Regisseur wie Til Schweiger kritisieren, dass Filme prämiert würden, die in der Zuschauerzahl nicht weit vorne lägen. Neumann: „Also: Die Aussage, dass nur angepasste Filme und deutsche Blockbuster prämiert werden, stimmt so nicht.“