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Verlage: Suhrkamp: Autoren schelten weiter Hans Barlach ++ Literatur: Martin Walser ist neidisch bei Todesnachrichten ++ TV-Charts: „Der Kleine Lord“ schlägt sogar die Freitagkrimis

Suhrkamp: Autoren schelten weiter Hans Barlach

Im Streit um die Führung des Suhrkamp-Verlags reißt die Autoren-Schelte gegen Minderheitsgesellschafter Hans Barlach nicht ab. Schriftsteller Rainald Goetz sagte der „Süddeutschen Zeitung“ am Sonnabend, Barlach habe „keine den Verlag weiterentwickelnden Ideen eingebracht, im Gegenteil“. Mit seinen Klagen habe Barlach die Arbeit des erfolgreichen Führungstrios des Hauses „systematisch erschwert, behindert,im Moment ja praktisch unmöglich gemacht“. Andere Autoren wie Hans Magnus Enzensberger, Uwe Tellkamp und Peter Handke hatten den Medienunternehmer zuvor ebenfalls kritisiert.

Martin Walser ist neidisch bei Todesnachrichten

Der 85 Jahre alte Schriftsteller Martin Walser beneidet Menschen aus seinem Umfeld, die bereits gestorben sind. Bei jeder Sterbensnachricht denke er: „Der hat es geschafft. Ich beneide ihn oder sie“, sagte Walser dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Wie ich es schaffe, kann ich mir immer noch nicht vorstellen. Zum Glück wird man da nicht gefragt“, sagte der Autor: „Das sogenannte Sterben bleibt die höchste Unfreiwilligkeit. Es sei denn, man schafft es, selbst daran mitzuwirken“, sagt Walser. Das wiederum wäre „höchst wünschenswert“.

„Der Kleine Lord“ schlägt sogar die Freitagkrimis

Er gehört zur Weihnachtszeit wie „Dinner for One“ zu Silvester: „Der kleine Lord“ hat auch bei der x-ten Wiederholung am Freitag im Ersten mit 5,71 Mio. Zuschauern und 18,2 Prozent Marktanteil der klare Tagessieger. Er ließ sogar die klassischen Freitagskrimis im ZDF, „Ein Fall für zwei“ (5,54 Mio.) und „SOKO Leipzig“ (4,72 Mio.) weit hinter sich. Es war ein schlechter Tag für die Privaten. Auf Platz Vier kam die ARD-„Tagesschau“ mit 4,11 Millionen Zuschauer.