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Klassik: Philharmoniker-Manager wird Intendant in Bamberg ++ Verlag: Barlach will Suhrkamp-Chefin möglichst rasch loswerden ++ Konzertsaal: Hochtief soll weiter die Elbphilharmonie bauen ++ TV-Charts: Krimis liegen deutlich vor den Castingshows

Philharmoniker-Manager wird Intendant in Bamberg

Marcus Rudolf Axt wird neuer Intendant der Bamberger Symphoniker. Der Stiftungsrat hat beschlossen, den 38-Jährigen von der Spielzeit 2013/14 an zum Chef des oberfränkischen Orchesters zu machen. Der im niederbayerischen Straubing geborene Kulturmanager ist derzeit Leiter der Konzertplanung bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. In Bamberg war Axt schon zuvor von 2005 bis 2008 Orchestermanager bei den Symphonikern. Axt war auch beim Schleswig-Holstein-Musik-Festival und bei dem Beethovenfest in Bonn tätig.

Barlach will Suhrkamp-Chefin möglichst rasch loswerden

Der Mitgesellschafter des Suhrkamp Verlages, Hans Barlach, will die derzeitige Geschäftsleitung offenbar so zügig wie möglich loswerden. Er prüfe „einstweilige Maßnahmen“, mit denen sich eine schnelle Ablösung erzwingen lasse, sagte Barlach dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Barlach hatte kürzlich durch einen Beschluss des Landgerichts Berlin erreicht, dass Ulla Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin abberufen werden muss. Barlach und die durch Unseld-Berkéwicz vertretene Familienstiftung klagen zudem gegenseitig auf Ausschluss aus der Verlagsgesellschaft.

Hochtief soll weiter die Elbphilharmonie bauen

Hamburg will das prestigeträchtige Konzerthaus in der HafenCity mit Hochtief zu Ende bauen. Dabei würde der Essener Baukonzern künftig alle Risiken übernehmen, wie Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) in der Hansestadt sagten. Das bedeutet für die Stadt Mehrkosten in Höhe von 198 Millionen Euro und schraubt den Gesamtpreis auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Die Übergabe verzögert sich auf Mitte 2016, die Eröffnung auf Frühjahr 2017. Eine endgültige Entscheidung trifft der Senat allerdings erst bis Ende Februar.

Krimis liegen deutlich vor den Castingshows

Der Krimi „Ein Fall für zwei“ erreichte am Freitag mit 5,01 Mio. Zuschauern vor der „SOKO Leipzig“ (4,60 Mio.) den Spitzenplatz. Die ARD-Premiere „Mein verrücktes Jahr in Bangkok“ kam mit 2,67 Mio. nur auf Platz 7. Das Finale der Sat.1-Castingshow „The Voice of Germany“ zog 3,42 Mio. Musikfans vor die Fernseher, das RTL-Prominenten-Special „5 gegen Jauch“ erreichte laut meedia.de 4,46 Mio. Quizfreunde.