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Berliner Buchhändler empfehlen

Peter Farber (59), Buchkantine, Dortmunder Str. 1, Moabit: Der Schauplatz von David Mitchells neuem Roman „Die tausend Herbste des Jacob de Zoet“ ist eine historische Kuriosität: Dejima ist eine kleine künstliche Insel im Hafen von Nagasaki. Im Jahr 1799 der einzige Zugang des Westens im abgeschotteten feudalen Japan und zugleich der äußerste Außenposten der niederländischen Ostindien-Kompanie. Dort herrschen Intrigen, Korruption und Verrat. Deshalb soll der junge Buchhalter Jacob de Zoet nach dem Rechten sehen. Er hofft darauf, sein Glück zu finden. Stattdessen erlebt er ein Abenteuer als er sich in die Japanerin Orito verliebt, eine Hebamme und Tochter eines Samurais. Sie verschwindet eines Tages spurlos und Jacob sucht nach ihr. Sehr vielfältig in der Handlung, mit verblüffenden Details und großer Lebendigkeit geht das Buch weit über einen historischen Roman hinaus. Ein fulminanter Spaß vom grandiosen Stilisten David Mitchell.

David Mitchell: Die tausend Herbste des Jacob de Zoet, Rowohlt Verlag, 720 S., 19,95 Euro