Bühne

Busch-Hochschule: Grünes Licht für den Neubau in Mitte

Kai Schlegel musste lange warten. Aber es hat sich gelohnt.

Der Kanzler der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ war am Mittwoch ins Abgeordnetenhaus gekommen, um die Debatte um den Neubau zu verfolgen. Eigentlich sollte das Thema im Hauptausschuss gegen 18.30 Uhr behandelt werden, verzögerte sich aber bis nach 22 Uhr. Aber dann fiel der Beschluss einstimmig, die Parlamentarierer votierten für den von der Hochschul-Leitung, den Studenten und dem Berliner Senat favorisierten Zentralstandort Chausseestraße.

Mit diesem Votum ist eine Zitterpartie und eine einjährige Zwangspause vorbei, jetzt können die Planungen für den Umbau der ehemaligen Opernwerkstätten fortgesetzt werden. Im Mai dieses Jahres hatten die Studenten eine Woche kreativ für ihr Wunschdomizil demonstriert und damit bundesweit Aufsehen erregt. Das Projekt stand zu diesem Zeitpunkt auf der Kippe, die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus verlangte einen Bericht, der andere Varianten wie die Sanierung der vier über die Stadt verteilten Hochschul-Standorte oder einen Neubau an anderer Stelle prüfen und die Kosten vergleichen sollte. Das Gutachten favorisierte die Chausseestraße, trotzdem wurde ein Beschluss im November vertagt. Mahnende Worte durfte Kanzler Kai Schlegel sich gestern anhören: Abgeordnete der rot-schwarzen Koalition machten deutlich, dass die Baukosten, die auf 33 Millionen Euro festgelegt sind, auf keinen Fall überschritten werden dürfen. Die Busch-Hochschule soll wohl dafür büßen, was bei der Staatopern-Sanierung und dem neuen Großflughafen schief läuft.