Zeitgeschichte

Motorrad von Mord an Siegfried Buback - Sonderschau zur RAF

Ein Stück deutscher Zeitgeschichte ist ab Juni 2013 im Haus der Geschichte in Stuttgart zu sehen.

Dann wird das bei dem Mordanschlag der Roten Armee Fraktion (RAF) auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback benutzte Motorrad gezeigt. „Das Motorrad wird Teil der Sonderausstellung ,RAF-Terror im Südwesten’ sein“, sagte Ausstellungsleiterin Paula Lutum-Lenger. Zusätzlich sollen zahlreiche weitere Exponate aus der Zeit des Deutschen Herbstes den Besuchern präsentiert werden.

Das Motorrad wird von einem Mann aus Sindelfingen ausgeliehen, in dessen Privatbesitz es sich seit den 1980er Jahren befindet. Allerdings wurde die Maschine inzwischen umlackiert und umgebaut. Deshalb sei „wenig Original dran“, sagte Lutum-Lenger. Von dem Motorrad aus waren Buback und zwei Begleiter am 7. April 1977 in Karlsruhe erschossen worden. Wer die tödlichen Schüsse abfeuerte, ist bis heute unbekannt. Im Juli war die frühere RAF-Terroristin Verena Becker wegen Beihilfe zu dem Mord zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Wegen einer früheren Verurteilung gelten zweieinhalb Jahre aber als bereits vollstreckt. „Die RAF-Sonderausstellung fragt nach der Entstehung und der Verherrlichung der Gewalt und macht deutlich, mit welchem Trauma die Opfer der Gewalt leben mussten“, so Lutum-Lenger.