Kulturpolitik

Neumann spricht im Museumsstreit von einer Kampagne

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat die Debatte um die Neustrukturierung der Berliner Museumsinsel als überzogen kritisiert.

„Die Reaktionen gegen die Umzugspläne in einzelnen Medien waren so heftig und einseitig, dass man schon von einer Kampagne sprechen konnte“, sagte Neumann der Berliner Morgenpost. Mit einem solchen Gegenwind habe er nicht gerechnet. „Aber ich habe das gelassen genommen“, fügte Neumann hinzu, „weil in fast allen Medien, die in den vergangenen drei, vier Jahren meine Arbeit bewertet haben, der Tenor sehr positiv war.“

Die Planungen sehen vor, dass eine durch den Umzug der Alten Meister frei werdende Fläche der Gemäldegalerie am Kulturforum künftig von der Nationalgalerie für eine Galerie des 20. Jahrhunderts genutzt wird. Dort soll auch die Sammlung von Heiner und Ulla Pietzsch – eine der bedeutendsten Sammlungen zum Surrealismus und abstrakten Expressionismus – ihren festen Ort finden. Kritiker beklagten vor allem den Umzug der Alten Meister auf die Museumsinsel. Neumann räumte ein, dass das Konzept nicht optimal vermittelt wurde. Die „aufgeladene Stimmung“ habe aber inzwischen durch eine Planungsstudie entschärft werden können, die nun zunächst abgewartet werden müsste. „Das Ergebnis, das im Frühjahr 2013 vorliegen soll, ist offen.“