Kulturlandschaft

Berliner Museen legen deutlich an Besuchern zu

Am beliebtesten ist das Pergamonmuseum

Berlin ist eine Kulturstadt: Die Berliner Museen und Gedenkstätten haben in der Publikumsgunst weiter deutlich zugelegt. Die Zahl der Besucher erhöhte sich im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben der Kulturverwaltung um fast 900.000 auf rund 15,8 Millionen. Zu den größten Besuchermagneten zählten das Pergamonmuseum und das Neue Museum, beide Häuser gehören zur Museumsinel. Aber auch zeitgeschichtliche Häuser haben mehr Zulauf.

Die Besucherzahl in Museen und Gedenkstätten erhöhte sich um insgesamt sechs Prozent, wie die Verwaltung mitteilte. Werden die Ausstellungshäuser mit Ausnahme kommerzieller Galerien hinzugerechnet, stieg die Zahl auf 16,9 Millionen. Die Angaben beruhen auf der alljährlichen bundesweiten Museumsstatistik, die das Institut für Museumsforschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz erstellt hat.

„Die Besucherzahlen unterstreichen die Attraktivität Berlins als kulturhistorischer Standort“, sagte Kulturstaatssekretär André Schmitz. Geschichte und Zeitgeschichte stünden bei vielen Berlin-Besuchern offenbar hoch im Kurs. Das sei eine unter kulturellen wie auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehr erfreuliche Tendenz.

Gedenkstätten sehr beliebt

Der beliebteste Anziehungspunkt ist nach wie vor das Pergamonmuseum mit 1,3 Millionen Besuchern. Es hat sich die Spitzenposition vom Neuen Museum zurückerobert, das diesmal mit 902.000 Gästen auf dem zweiten Platz liegt. Im Neuen Musuem residiert die Nofretete, die gerade mit einer Sonderschau „Im Licht vom Amarna“ gefeiert wird. Vor hundert Jahren, am 6. Dezember 1912, wurde sie ausgegraben.

Unter den 23 besucherstärksten Einrichtungen befinden sich laut Erhebung elf zeitgeschichtliche Museen und Gedenkstätten. Insgesamt gilt fast jeder zweite Besuch einem zeitgeschichtlichen Museum oder einer Gedenkstätte. 2011 lockten die Häuser 7,4 Millionen Menschen an, fast 400.000 mehr als ein Jahr zuvor. Dabei nehmen das Haus am Checkpoint Charlie, die Topographie des Terrors und die Gedenkstätte Berliner Mauer vordere Positionen ein. Das Bode-Museum punktete mit rund 390.000 Besuchern, noch vor dem Alten Museum mit rund 329.000 und der Alten Nationalgalerie mit knapp 305.000 Besuchern.

Der Hamburger Bahnhof zählte 277.575 Besucher, die Gemäldegalerie am Kulturforum rund 277.000 Kunstfans. C/O Berlin, das Fotohaus im Postfuhramt, kam auf rund 152.000 Besucher. Ende des Jahres läuft der Mietvertrag aus, die beliebte Institution sucht jetzt dringend ein neues Domizil.