Fernsehen

ZDF muss 400 Stellen abbauen – Einsparung von 75 Millionen Euro

Das ZDF hat angekündigt, in den kommenden Jahren bis zu 400 Stellen abzubauen.

Redaktionen sollen zusammengelegt werden und die gesamte Struktur verschlankt werden. Im kommenden Jahr überstiegen die Ausgaben die geplanten Erträge in Höhe von gut zwei Milliarden Euro voraussichtlich um rund 9,3 Millionen Euro, sagte Intendant Thomas Bellut gestern bei einer Sitzung des Fernsehrats in Mainz. Als Grund nannte er geringere Umsätze bei der Werbung. Außerdem blieben die Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag gleich, während die Kosten des Senders stiegen.

Deshalb der Stellenabbau. Insgesamt muss das Zweite seine Personalausgaben bis 2016 um 75 Millionen Euro zurückfahren. „Das ist ein harter Prozess, aber wir werden das schaffen“, versicherte Bellut. Früher war von 300 Stellenstreichungen die Rede gewesen. Unterdessen warnte der ZDF-Personalrat, die mit dem Stellenabbau einhergehende Arbeitsverdichtung habe teils unzumutbare Ausmaße angenommen. Ein weiterer Personalabbau sei nicht mehr möglich, ohne den Programmauftrag zu beeinträchtigen. Bellut kündigte an, zum 1. April 2013 den bestehenden Einstellungsstopp schrittweise aufheben zu wollen. „Wir müssen den Krisenmodus, in dem wir uns seit einem Jahr bewegen, wieder verlassen“, sagte er.

Künftig solle die Programmplanung nach Genres sowie sendeplatz- und kanalübergreifend erfolgen. Ein Beispiel dafür sei die Bündelung der Kulturberichterstattung von ZDF, 3sat und ZDFkultur in Berlin.