Neues Internetportal

„Jahrhundertprojekt“: Deutsche Digitale Bibliothek gestartet

Startschuss für ein Mammutprojekt: Die Deutsche Digitale Bibliothek, ein gemeinsames Internetportal der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland, ist am Mittwoch in einer ersten Version freigeschaltet worden.

Unter der Adresse www.deutsche-digitale-bibliothek.de kann jedermann jetzt in dem öffentlichen Bestand nach Büchern, Bildern, Filmen, Noten, Musikstücken und anderen Archivalien suchen. „Das ist eine wirkliche Demokratisierung von Kunst und Kultur“, sagte Vorstandssprecher Hermann Parzinger. Bisher sind 5,6 Millionen Datensätze von 90 Einrichtungen zugänglich. Ziel sei, alle Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen zu vernetzen und in die europäische digitale Bibliothek Europeana zu integrieren. Referatsleiter Matthias Harbort sprach als Vertreter des Bundes von einem „Jahrhundertprojekt“.

Bund, Länder und Kommunen arbeiten seit 2007 an dem Vorhaben. Nach der jetzt freigeschalteten „Betaversion“ soll im kommenden Jahr der Regelbetrieb starten. Anders als Suchmaschinen wie Google oder Yahoo! sei die Digitale Bibliothek nicht auf möglichst viele Klickzahlen aus. „Unsere Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen stehen für die Qualität, Seriosität und Verlässlichkeit der Daten“, sagte Parzinger. „Hier können Sie sich auf das verlassen, was Sie finden.“ Für die Länder sagte die Thüringer Bildungsexpertin Elke Harjes-Ecker: „Wir wollen mit der Digitalen Bibliothek die Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Wissenschaft, Forschung und Bildung sichern, aber auch unser einzigartiges kulturelles Erbe für jedermann über einen zentralen Anlaufpunkt zugänglich machen.“