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Musik: Kurt Masur dirigiert alle Beethoven-Sinfonien ++ Tagung: Shakespeare-Gesellschaft untersucht die Sonette ++ Literatur: Krebs: Schriftsteller Bryce Courtenay ist tot ++ TV-Charts: „Bambi“ im Tief, RTL triumphiert

Kurt Masur dirigiert alle Beethoven-Sinfonien

Dirigent Kurt Masur (85) führt in den kommenden Tagen mit der Dresdner Philharmonie in Dresden und München sämtliche Beethoven-Sinfonien auf. Während an der Elbe im Zeitraum 30. November bis 6. Dezember die Sinfonien Nr. 1 bis 7 erklingen, werden an der Isar vom 8. bis 11. Dezember alle neun Sinfonien Ludwig van Beethovens gespielt. Unlängst hatte Masur seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht. Anfang Mai musste er ein Beethoven-Konzert aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen.

Shakespeare-Gesellschaft untersucht die Sonette

Bei ihrer diesjährigen Herbsttagung in Weimar beschäftigt sich die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft mit den Sonetten des englischen Dramatikers und Lyrikers. Diese Gedichte gehörten zu den populärsten Werken des Künstlers, sagte der Präsident der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, Tobias Döring. Keine anderen Texte seien so häufig vom Englischen ins Deutsche übersetzt worden wie diese Sonette. Auf der Tagung solle nun die Faszination der Gedichte ergründet werden.

Krebs: Schriftsteller Bryce Courtenay ist tot

Der australische Bestsellerautor Bryce Courtenay starb am Donnerstagabend in Canberra im Alter von 79 Jahren an Krebs, wie sein Verlag Penguin mitteilte. 1933 im südafrikanischen Johannesburg geboren, verfolgte Courtenay nach einem Journalismusstudium in London zunächst eine erfolgreiche Karriere in der Werbebranche. In den 1950er Jahren siedelte er nach Australien über. Er begann zu schreiben und betrachtete seine ersten Werke als „Übungsbücher“. Doch schon der erste Roman „The Power of One“ (deutscher Titel: „Der Glanz der Sonne“), der die Geschichte eines Waisenjungen im Südafrika der 1930er Jahre erzählt, wurde 1989 auf Anhieb ein Bestseller.

„Bambi“ im Tief, RTL triumphiert

Was für eine Enttäuschung für die 64. Bambi-Verleihung: Unglücklich gegen das „Wer wird Millionär?“-Promi-Special und die erste Liveshow von „The Voice of Germany“ platziert, fiel der „Bambi 2012“ nicht nur auf die schwächste Zuschauerzahl der Historie, sondern unterbot den bisherigen Minusrekord aus dem Jahr 1999 (4,46 Mio.) überdeutlich: Nur noch 2,61 Mio. sahen im Ersten zu – ein Marktanteil von 9,3 Prozent. Gewonnen hat den Tag RTL: 6,92 Millionen sahen die Rateshow, bis zu 7,33 Millionen die „Spendenmarathon“-Berichte.