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René Röder (42), Soultrade Recordstore, Sanderstr. 29, Neukölln: Auch, wenn der Titel der Compilation „Ancestors of Rap“ etwas anderes vermuten lässt, hat das Album auf den ersten Blick nichts mit Rap zu tun. Es geht vielmehr um die Wurzeln des Rappens, die „spoken word poetry“, gesprochene und rhythmisch vorgetragene Texte. Manche sagen, dass es Rapping schon bei den Vorfahren schwarzer Sklaven in Afrika gab, andere behaupten, der Blues der 1920er sei ein Vorläufer gewesen. Tobias Kirmayer hat auf dem Sampler unglaublich rare Tracks zusammengestellt, Proto-Typ-Rap-Tracks aus den Sechzigern, die man so wohl noch nicht im Plattenschrank stehen hat. Eine Mischung aus Funk, Blues, R&B, die Spaß macht. Neben bekannten Künstlern wie Blowfly oder James Brown, sind viele unbekanntere dabei. Das Vinyl ist mit nur vier Nummern pro Seite toll gepresst. Da stimmt alles. Da stimmt einfach alles. Absolut perfekt.

Ancestors of Rap Tramp Records, LP & CD 17,99 Euro.