Bühne

Sasha Waltz lässt Romeo und Julia an der Scala tanzen

Mit Sasha Waltz‘ Choreographie „Roméo et Juliette“ zur Dramatischen Sinfonie von Hector Berlioz wird am 19. Dezember 2012 die neue Ballettsaison 2012/2013 am Mailänder Teatro alla Scala eröffnet.

Damit ist erstmals eine Arbeit von Sasha Waltz an diesem traditionsreichen Opernhaus zu sehen. Nach der Wiederaufnahme an der Opéra Bastille im Mai wird das Stück nun offiziell ins Repertoire der Mailänder Scala übernommen. In den Hauptrollen sind für die ersten drei Vorstellungen alternierend zur italienischen Neubesetzung noch einmal die Pariser Etoiles Aurélie Dupont und Hervé Moreau zu sehen.

Die Berliner Tanzikone Sasha Waltz schuf 2007 mit „Roméo et Juliette“ ihre dritte sogenannte choreographische Oper nach „Dido & Aeneas“ (2005) und „Medea“ (2007). Musikalische Grundlage ist die Komposition von Hector Berlioz für drei Solisten, Chor und Orchester zum Text von Emile Deschamps nach William Shakespeare. Die Uraufführung an der Opéra Bastille fand am 5. Oktober 2007 statt. Mit der von ihr begründeten choreographischen Oper erweitert Sasha Waltz die Mittel des Musiktheaters um die theatralen Ansätze des Tanzes und schafft damit eine Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik. Sänger und Choristen werden Teil einer Gesamtchoreographie.