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Die wichtigsten Galerien

400 Galerien zählt Berlin. Nur fünf herauszugreifen, ist heikel. Trotzdem gibt es Galeristen, die mehr als andere eine Wirkung für die Stadt haben.

Als Monika Sprüth und Philomene Magers im Herbst 2008 ihren Hauptsitz von Köln nach Berlin verlegten, bekam die Szene ihren neuen Big Player – und freute sich, dass jetzt auch Weltstars wie Andreas Gursky, Cindy Sherman oder John Baldessari häufiger in der Hauptstadt ausstellen.

Eigen+Art Judy Lybke Superstar! Der Galerist hat eigenhändig nicht nur die „Neue Leipziger Schule“ sondern indirekt auch den Kunststandort international bekannt gemacht. Der Hype um Matthias Weischer oder Martin Eder mag etwas abgeflaut sein, doch der Galerist hält seinen Künstern die Treue und bastelt weiter fleißig am Projekt Kunstgeschichte. Und über allem steht Neo Rauch.

Neugerriemschneider gehört zu den ersten Galerien, die sich nach der Wende in Berlin gründeten. Tim Neuger und Burkhard Riemschneider haben nicht nur dem Berliner Künstler Olafur Eliasson zu Weltruhm verholfen. Sie zeigen auch oft hochintelligente Ausstellungen von Künstlern wie Tobias Rehberger, die im Grenzbereich von Kunst, Architektur und Design arbeiten.

Contemporary Fine Arts sind die größten Punk Rocker in Berlin, was nicht nur am dezidiert linken Künstler Daniel Richter liegt, der seinen Aufstieg zusammen mit dieser Galerie anging. Auch der Linken-Verächter und Malerstar Georg Baselitz stellt in Berlin am liebsten bei CFA aus.

Esther Schipper mag im Auftreten still sein, gehört aber zu den einflussreichsten Galeristinnen der Stadt. So sitzt sie in der Jury der Frieze Art New York. Documenta-Künstler wie Ceal Floyer oder Pierre Huyghe gefällt das.