Auszeichnung

Indieband Alt-J gewinnt britischen Mercury-Preis

Der prestigeträchtige Mercury-Preis für das beste britische Album des Jahres geht an „An Awesome Wave“ der Band Alt-J aus Cambridge.

Das Nachsehen hatten hochkarätige Konkurrenten wie Michael Kiwanuka, Ben Howard, Lianne La Havas, Django Django oder der Rapper Plan. Der ebenfalls nominierte Singer-Songwriter Richard Hawley sagte bei der Preisverleihung, der Preis sei „wahnsinnig wichtig“, weil er das Album als Kunstform würdige. Im Gegensatz zum einzeln heruntergeladenen Mp3-Song, den man kaufen würde wie „einen Eimer Dampf“, verlange das Albumhören Zeit und belohne im Idealfall mit einer in sich geschlossenen emotionalen Wirkung.

Alt-J stimmten in den Chor ein und nannten „An Awesom Wave“ ein „albumhaftes Album“, dazu gedacht, in Gänze gehört zu werden. Der Mercury ist mit 20.000 Pfund dotiert und wird von einer Jury verliehen, die sich aus ranghohen Vertretern der britischen Tonträger-Industrie, Musikern und Journalisten zusammensetzt. Nominiert werden kann jedes Album, das im laufenden Jahr von einem aus dem Vereinten Königreich stammenden Künstler veröffentlicht wurde. Die Jury legt Wert darauf, dass angeblich lediglich die Musik auf dem jeweiligen Album bewertet wird. Die Shortlist in diesem Jahr fiel generell sehr indielastig aus: Nominiert waren auch Roller Trio, Field Music, The Maccabees. Im Vorjahr hatte P. J. Harvey mit ihrem Meisterwerk „Let England Shake“ den Mercury gewonnen.