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Ausstellung: Großes Interesse an Fotografie in der DDR ++ Musik: Dresdner Sinfoniker spielen gegen Maya-Prophezeiung ++ Literatur: Orhan Pamuk ist Offizier der französischen Ehrenlegion ++ TV-Quoten: Kuppelshow, Krimi und Rateshow gewinnen

Großes Interesse an Fotografie in der DDR

Mit der Retrospektive „Geschlossene Gesellschaft“ zeigt die Berlinische Galerie die international erste umfassende Schau zur künstlerischen Fotografie in der DDR von 1949 bis zur Wende. In den ersten vier Wochen sahen bereits über 20000 Besucher die Werkgruppen von 34 Künstlerinnen und Künstlern im Landesmuseum für Moderne Kunst. Die Ausstellung wird durch ein Rahmenprogramm begleitet. So widmet sich ein Symposium vom 9. bis 11. November der Rolle der DDR-Fotografie zwischen „ideologischer Bildpropaganda und Ausdruck eines individuellen Lebensgefühls“. Die Schau läuft bis zum 28. Januar.

Dresdner Sinfoniker spielen gegen Maya-Prophezeiung

Musiker wollen das neue Maya-Zeitalter am 21. Dezember begrüßen: Das Konzert findet in Dresden statt, wo eine von drei erhalten gebliebenen Handschriften des Maya-Kalenders lagert. Markus Rindt, Intendant der Dresdner Sinfoniker, sagte, bei der Aufführung unter Leitung des Mexikaners José Areán werde Sängerin Lulu Ávila live aus Mexiko zugeschaltet. Zuvor hat das Publikum die Chance, den „Codex Dresdensis“ – die Maya-Handschrift – zu sehen. Nach dem Finale wird die Zeitenwende mit einer Überlebensparty gefeiert. Astrologen prophezeien für den 21. Dezember den Weltuntergang.

Orhan Pamuk ist Offizier der französischen Ehrenlegion

Frankreich hat den türkischen Literaturnobelpreisträger (2006) Orhan Pamuk mit dem Offiziersorden der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. Seine Bücher faszinierten wegen ihres Stils, ihrer Experimentierfreudigkeit und ihrer politischen und gesellschaftlichen Positionen, würdigte Kulturministerin Aurélie Filippetti den 60-Jährigen. Zahlreiche Bücher des in Istanbul geborenen Autors sind in Frankreich zu Klassikern geworden, darunter „Das stille Haus“, „Rot ist mein Name“ oder „Das schwarze Buch“.

Kuppelshow, Krimi und Rateshow gewinnen

„Das unsichtbare Mädchen“ lief zwar schon mit Erfolg bei arte, doch das große Publikum erreichte Dominik Grafs preisgekröntes Krimidrama am Montag im ZDF: 5,64 Mio. sahen den Film. Gegen das RTL-Erfolgsduo „Bauer sucht Frau“ (6,46 Mio.) und „Wer wird Millionär?“ (6,42 Mio.) verlor der Krimi allerdings. Die „Tagesschau“ im Ersten erreichte laut meedia.de 5,63 Mio., das „heute-journal“ im Zweiten 4,59 Mio. Zuschauer.