Vertragsauflösung

Katharina Wagner trennt sich von „Ring“-Regie in Buenos Aires

Katharina Wagner wird nicht mehr die Regie des kompakten „Rings“ am Teatro Colón in Buenos Aires führen.

Die Wagner-Urenkelin und Leiterin der Bayreuther Festspiele und der Theater-Intendant Pedro Pablo García Caffi vereinbarten die Auflösung ihres Vertrags. Die Argentinierin Valentina Carrasco, die seit über zehn Jahren als Regisseurin mit der katalanische Theatergruppe Fura dels Baus arbeitet, habe bereits die Regiearbeit übernommen.

„Der von Katharina Wagner vorgeschlagene Probenplan war so für das Theater nicht machbar“, sagte García Caffi. Eine Ablösung der Wagner-Urenkelin sei bereits seit einiger Zeit absehbar gewesen. Ihre jüngst bekannt gewordene Verpflichtung zur Inszenierung eines Festakts zum 50-jährigen Bestehen des Kulturprogramms des Autobauers Audi sei indessen nicht in den Gesprächen erwähnt worden, obwohl der Termin am 11. November in die vorgesehenen Colón-Proben fiel.

Beide Seiten hätten sich im besten Einvernehmen getrennt, erklärte der Intendant. Alles, was bisher bearbeitet worden sei, bleibe für die zukünftige Entwicklung in Händen des Teatro Colón, einschließlich des Bühnenbilds und des Kostümdesigns, sagte García Caffi. Alle Sänger hätten ihre Mitwirkung bestätigt.

Der österreichische Dirigent Roberto Paternostro habe bereits die Orchesterproben übernommen. Die Weltpremiere stehe weiter wie vorgesehen am 27. November auf dem Programm, unterstrich García Caffi. Carrasco sei am Donnerstag dem „Ring“-Team als neue Regisseurin vorgestellt worden.

Die Kompaktversion des „Ring des Nibelungen“ hat der Pianist Coed Garben auf sieben Stunden, also auf einen einzigen Abend zusammengefasst – normalerweise beläuft sich die Gesamtspielzeit des „Ring“-Zyklus auf etwa 16 Stunden und wird an vier aufeinander folgenden Tagen aufgeführt.