Fernsehen

Deutsche verlieren Interesse an TV-Nachrichten

Immer weniger Zuschauer verfolgen die Hauptnachrichtensendungen im Fernsehen.

Dies haben die Marktforscher von Media Control errechnet. Ihre Quotenauswertung der ersten drei Quartale 2012 im Vergleich mit den Vorjahreszeiträumen zeigt, dass die News-Flaggschiffe von ARD, ZDF, RTL und Sat1 deutlich an Zuschauern und Marktanteilen verlieren. „Tagesschau“ und die „heute“-Sendung erreichen sogar einen neuen Tiefpunkt: Nie wurden in den letzten 20 Jahren niedrigere Werte erzielt, so Media Control.

Im Durchschnitt schalteten der Auswertung zufolge in den ersten neun Monaten 2012 rund 4,92 Millionen Zuschauer ab drei Jahren (Marktanteil: 18,0 Prozent) die „Tagesschau“ im Ersten ein. Damit fiel ihre Reichweite erstmals im Vergleich unter die 5-Millionen-Marke. In den ersten drei Quartalen 2002 schauten noch 5,98 Millionen zu (Marktanteil: 21,8 Prozent); 1992 waren es 8,33 Millionen (Marktanteil: 33,2 Prozent). „heute“ kommt zurzeit auf 3,23 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 15,0 Prozent. 1992 lagen die Werte mit 6,99 Millionen und 35,5 Prozent mehr als doppelt so hoch. „RTL aktuell“ lockt 3,48 Millionen Zuschauer an (Marktanteil: 17,2 Prozent) – solch niedrige Zahlen wurden zuletzt 2006 verzeichnet, als ebenfalls 3,48 Millionen einschalteten und für einen Marktanteil von 16,8 Prozent sorgten. Die „Sat.1 Nachrichten“ schalten 1,79 Millionen Menschen (Marktanteil: 6,6 Prozent) ein. Schlechter lief es zuletzt 2009 (1,64 Millionen Zuschauer).