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Jubiläum am Wochenende

Das Jubiläum Vor 100 Jahren wurde in Charlottenburg das Deutsche Opernhaus als bürgerlicher Gegenentwurf zur Hofoper Unter den Linden eröffnet. Nach der Bildung von Groß-Berlin und der Eingemeindung Charlottenburgs wurde das Haus in Städtische Oper umbenannt. Über alle Krisen hinweg ging es immer um große Oper: Von der Eröffnung 1912 mit Beethovens „Fidelio“ über die letzten Kriegsjahre unter Günther Rennert und die Wiedereröffnung der Deutschen Oper 1961 im Neubau von Fritz Bornemann mit Mozarts „Don Giovanni“ bis hin zu Götz Friedrichs Regiekraftakt mit Wagners Zyklus „Ring des Nibelungen“. Die Deutsche Oper ist das zweitgrößte Opernhaus in Deutschland.

Das Festkonzert findet heute um 18 Uhr im Opernhaus statt. „,Fidelio’ soll unser Leitstern sein“, hatte der erste Intendant Georg Hartmann 1912 verkündet. Beethovens „Fidelio“ (2. Akt) beschließt das Jubiläumskonzert. Eröffnet wird das Programm mit „Dich, teure Halle, grüß’ ich wieder“ aus Wagners „Tannhäuser“, das ebenfalls Generalmusikdirektor Donald Runnicles leitet. Es erklingen u.a. Rossinis Ouvertüre zu „Semiramide“, dirigiert von Alberto Zedda und aus Verdis „Falstaff“ das „Tutto nel mondo è burla“, dirigiert von Jesus Lopez Cobos. Der Komponist Hans Werner Henze, ein Ehrenmitglied des Hauses, schrieb fürs Jubiläum die „Ouvertüre zu einem Theater“. Nach dem Festkonzert findet Party in allen Foyers statt.

Die Opern-Premiere findet am Sonntag um 16 Uhr statt. Die Neuproduktion von Wagners „Parsifal“ leitet GMD Donald Runnicles. Die Inszenierung stammt vom Film- und Opernregisseur Philipp Stölzl, der bereits Wagners „Rienzi“ am Hause machte. Den Parsifal singt der Startenor Klaus Florian Vogt. Das Bühnenweihfestspiel gehört zur langen Wagner-Tradition: Bereits 1914 war nach Ablauf der Bayreuther Schutzfrist von Wagners „Parsifal“ das Opernhaus die erste deutsche Bühne, die dieses Werk auf ihren Spielplan setzte. In dieser Saison hat Dietmar Schwarz sein Amt als neuer Intendant angetreten, Donald Runnicles hat gestern seinen Vertrag als Generalmusikdirektor bis 2018 verlängert.