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Kunst: Richter-Bild erzielt Rekordpreis in London ++ Geschichte: Leo Baeck Institute stellt Millionen Dokumente ins Netz ++ Theater: Vorstellung „Kinder der Sonne“ fällt heute aus ++ TV-Charts: Gegen den Fußball hat selbst Jauch keine Chance

Richter-Bild erzielt Rekordpreis in London

Noch nie ist ein Gerhard-Richter-Bild bei einer Auktion so teuer verkauft worden: Das Werk „Abstraktes Bild“ des deutschen Künstlers erzielte im Auktionshaus Sotheby's in London den Rekordpreis von 21,3 Millionen Pfund (26,4 Millionen Euro). Laut Sotheby's ist das einer der höchsten Preise, der je für ein Bild eines noch lebenden Künstlers bei einer Auktion bezahlt wurde. Das großformatige Ölgemälde von 1994 stammt aus einer Sammlung des Rockgitarristen Eric Clapton. Es war ursprünglich auf 9 bis 12 Mio. Pfund geschätzt worden. Nach Angaben von Sotheby's erhielt ein anonymer Bieter am Freitagabend den Zuschlag.

Leo Baeck Institute stellt Millionen Dokumente ins Netz

Eines des größten Archive zur deutsch-jüdischen Geschichte wird über das Internet erschlossen. Das New Yorker Leo Baeck Institute stellt mehr als 3,5 Millionen Seiten Dokumente sowie Fotografien kostenlos ins Netz. Dazu gehören Bücher, Briefe und Erinnerungsberichte, die die Kultur und die Errungenschaften des deutschsprachigen Judentums darstellen. Das Projekt wird am Dienstag im Jüdischen Museum Berlin vorgestellt. Zu „DigiBaeck“ gehören auch Abbildungen von mehr als 2000 Kunstwerken, 25.000 Fotografien sowie 2000 unveröffentlichte Memoiren, die in den vergangenen Jahren digitalisiert wurden.

Vorstellung „Kinder der Sonne“ fällt heute aus

Wegen einer Erkrankung im Ensemble fällt am heutigen Sonntag die Vorstellung „Kinder der Sonne“ im Deutschen Theater aus. Das teilte die Bühne mit. Als Ersatzveranstaltung liest Schauspieler Ulrich Matthes Schiller-Balladen (19 Uhr/8 Euro). Karteninhaber können ihre Tickets für „Kinder der Sonne“ in den kommenden 14 Tagen an der Kasse des Theaters zurück geben.

Gegen den Fußball hat selbst Jauch keine Chance

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bleibt ein Zuschauermagnet. Zwar verfehlte das 6:1 in Irland die Zahlen des Duells gegen Österreich aus dem September, allerdings nur knapp. 11,72 Mio. saßen dort vor den Fernsehern, 11,14 Mio. waren es diesmal in der zweiten Halbzeit. Durchgang 1 sahen vorher 9,67 Mio. Leute im ZDF. Trotz des starken WM-Qualifikationsspiels erreichten auch RTL und das Erste in der Prime Time gute Gesamtpublikumszahlen. Immerhin 5,03 Mio. sahen „Wer wird Millionär?“, 4,56 Mio. das ARD-Drama „Wunschkind“.