Meldungen

KulturNews

Architektur: Elbphilharmonie könnte noch teurer werden ++ Kulturpolitik: Neue Räume fürs Schwule Museum ++ Musik: Zahl der Orchester sinkt durch Fusionen ++ TV-Charts: Der Fußball sorgt für einen klaren Sieg der ARD

Elbphilharmonie könnte noch teurer werden

Die Kosten für den Bau der Hamburger Elbphilharmonie könnten nach Informationen der Grünen weiter steigen. „Seit der im Sommer verkündeten Einigung ist fast nichts passiert. Mittlerweile liegt das zusätzliche Kostenrisiko bei 175 Millionen Euro plus X“, sagte die Haushaltsexpertin der Grünen, Anja Hajduk, in Hamburg. Bisher kostet der Bau die Steuerzahler 323,5 Millionen Euro. Durch eine verfehlte Verhandlungsstrategie mit dem Baukonzern Hochtief und riskante Zusagen verliere der SPD-Senat mehr und mehr die Kontrolle über das Projekt. Knapp ein Jahr ruhten die Arbeiten, weil sich die Stadt und Hochtief über die Sicherheit des Saaldaches stritten.

Neue Räume fürs Schwule Museum

Das Schwule Museum Berlin zieht um und wird erweitert. Am neuen Standort in der Lützowstraße in Tiergarten wird das Museum das Fabrikgebäude einer ehemaligen Druckerei beziehen, wie die Senatskulturverwaltung mitteilte. Dort stehen den Museumsmachern 1600 Quadratmeter zur Verfügung. Nach einem Umbau sollen die Räume im Frühjahr 2013 bezogen werden. Die Kulturverwaltung fördert die Erweiterung des Museums mit 322.000 Euro aus EU-Mitteln. Die gleiche Summe kommt noch einmal von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin dazu.

Zahl der Orchester sinkt durch Fusionen

Die deutsche Orchestervereinigung klagt über die sinkende Zahl professioneller Orchester. Zuletzt sei die „Neue Elbland Philharmonie“ in Riesa mit dem Orchester der Landesbühnen Sachsen in Radebeul unter massivem Verlust von Musikerstellen fusioniert, erklärte die Vereinigung in Berlin. Damit gibt es den Angaben zufolge in Deutschland noch 131 professionelle Klangkörper, vor 20 Jahren waren es noch 168 Orchester.

Der Fußball sorgt für einen klaren Sieg der ARD

Tolle Zuschauerzahl für das WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Österreich: 11,67 Mio. Fans verfolgten den glücklichen Sieg im Ersten - ein Marktanteil von 38,1 Prozent. Zum Vergleich: Nur zwei Matches der EM-Quali 2010/2011 erreichten eine höhere Zuschauerzahl. Von der ARD-Sportberichterstattung profitierten auch die Nachrichtensendungen im Umfeld: Die „Tagesthemen“ schalteten 10,02 Mio. ein, die 20-Uhr-“Tagesschau“ 7,20 Millionen.