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Der Oscar für Journalisten

Preis Der Theodor-Wolff-Preis, der 2012 zum 50. Mal vergeben wurde, gilt als renommierteste Auszeichnung der Zeitungsbranche. Fünf Journalisten erhalten die vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit je 6.000 Euro dotierte Ehrung.

In diesem Jahr gewann Harald Martenstein („Die Zeit“) in der Kategorie Kommentar/Glosse/Essay. Die Preise in der Sparte Lokales gingen an Lars Fischer(„Wümme-Zeitung“, Lilienthal) und an Philip Cassier („Berliner Morgenpost“).

Alexander Gorkow („SZ“) und Volker Zastrow („FAS“)bekamen den Preis in der Kategorie Allgemeines.

Der Theodor-Wolff-Preis erinnert an den langjährigen Chefredakteur des „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868-1943). 1943 wurde er in Frankreich verhaftet und an die Gestapo ausgeliefert. Im gleichen Jahr starb er in Berlin.

Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, sagte bei der Verleihung, er sehe den Journalismus durch das Internet nicht bedroht. Professioneller Journalismus werde nicht überflüssig. Von Nutzern erzeugte Inhalte seien eine wertvolle Ergänzung, aber kein Ersatz. Für Verlage biete das Internet „großartige Möglichkeiten“. Leser seien bereit, für exklusive Inhalte zu bezahlen.

Döpfner rief dazu auf, nicht zu viel „selbstkritische und fatalistische Stimmung“ zu verbreiten. Er sei sich zwar nicht sicher, was die Zukunft der gedruckten Zeitung betreffe. „Ich bin mir aber sicher, dass der Zeitungsjournalismus eine hervorragende Zukunft hat“, betonte der Verlagschef. Das Medium spiele dabei nicht die entscheidende Rolle.