Meldungen

KulturNews

Kulturpolitik: Kein Otto-Dix-Museum in Gera - Geld fehlt ++ Klassik: Nagano verhandelt, hat aber nicht zugesagt ++ Buchmarkt: E-Book weiter ein Erfolgsmodell ++ TV-Charts: Dokus bleiben unter ihren Erwartungen

Kein Otto-Dix-Museum in Gera - Geld fehlt

Die Pläne für ein städtisches Otto-Dix-Museum in Gera, der Geburtsstadt des Künstlers, sind vom Tisch. Gera könne sich angesichts seiner angespannten Finanzen ein eigenes Kunsthaus „schlichtweg nicht leisten“, sagte Oberbürgermeisterin Viola Hahn (parteilos). Das Museum sollte für knapp 8,5 Millionen Euro in einem früheren Bankgebäude entstehen. Ursprünglich sollte es bereits zum 120. Geburtstag von Otto Dix (1891-1969) im Dezember vorigen Jahres eröffnet werden.

Nagano verhandelt, hat aber nicht zugesagt

Der Wechsel des Dirigenten Kent Nagano von der Bayerischen an die Hamburgische Staatsoper ist – anderslautend als eine NDR-Meldung – noch nicht sicher. Nagano bestätigte Gespräche: „Die Hamburger Kulturbehörde hat mich tatsächlich angesprochen bezüglich einer zukünftigen Position als Generalmusikdirektor.“ Er betonte aber auch: „Es gibt noch keine Entscheidung.“

E-Book weiter ein Erfolgsmodell

Das digitale Buch ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Wie der media control E-Book-Halbjahresreport zeigt, wurden in den ersten sechs Monaten 2012 hierzulande rund 4,59 Millionen kostenpflichtige E-Books heruntergeladen. Damit erreichten die Verkaufszahlen bereits fast das Niveau des gesamten Jahres 2011. Auch der E-Book-Anteil am Buchmarkt insgesamt steigerte sich. Rangierte er 2011 noch bei einem Prozent, so lag er im ersten Halbjahr 2012 mit zwei Prozent schon doppelt so hoch. Der gestiegene Absatz geht mit einem niedrigeren E-Book-Preis einher. Im vergangenen Jahr kostete ein digitales Buch im Schnitt 9,56 Euro; zwischen Januar und Juni 2012 nur noch durchschnittlich 8,64 Euro.

Dokus bleiben unter ihren Erwartungen

Brad Pitt lockte in der Komödie „Burn after Reading“ der Coen-Brüder viele junge Zuschauer ins Erste: 1,14 Mio. 14- bis 49-Jährige entschieden sich für „Burn After Reading“ - ein guter Marktanteil von 9,9 Prozent. Im Gesamtpublikum waren die 9,3 Prozent (2,72 Mio.) hingegen kein Erfolg, hier liegen die Normalwerte des Senders höher. Kein Erfolg waren leider die Dokus ab 21.45 Uhr: „Die Einflüsterer“ blieben ebenso unter dem Soll in beiden wichtigen Zuschauergruppen wie „Sklavenarbeit für unseren Fortschritt“ und „Kurt Georg Kiesinger“.