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Medien: ARD-Talkshows sollen bleiben, wie sie sind ++ Literatur: Autor David Mitchell sucht den perfekten Satz ++ Musik: Antrittskonzert: Triumph für Christian Thielemann ++ TV-Charts: Ein Trio des Ersten dominiert den Fernsehabend

ARD-Talkshows sollen bleiben, wie sie sind

ARD-Chefredakteur Thomas Baumann schließt trotz anhaltender Kritik Änderungen am Talkshow-Schema im Ersten derzeit aus. Die fünf Gesprächssendungen hätten im ersten Jahr die Erwartungen erfüllt, sagte er. Die Sendungen würden ihrem Informationsanspruch gerecht. Der sächsische Medienminister Johannes Beermann (CDU) hatte jüngst gesagt: "Was da über die Fernsehbildschirme flimmert, ist zwar von hoher Qualität, aber auch zu viel." Die Talkshows gingen zu Lasten des deutschen Films. Der WDR-Rundfunkrat hatte zuvor eine Reduzierung der Talksendungen gefordert.

Autor David Mitchell sucht den perfekten Satz

Der irische Schriftsteller David Mitchell (43) will nur das eine: den perfekten Satz. "Das erste Mal war ungeheuerlich", sagte der Autor im Interview mit dem "Spiegel". "Da war plötzlich dieses Gefühl: Dieser Satz ist wundervoll, nichts an diesem Satz ist falsch." Und wie sieht so ein perfekter Satz aus? "Ein perfekter Satz enthält eine gewisse Menge Überraschung. Eine gewisse Menge Neuigkeit. Die Neuigkeit kann durch die Umkehrung oder die Implosion eines Klischees entstehen. Der Satz enthält eine gewisse Menge Witz. Und manchmal nichts von alledem", erläuterte er.

Antrittskonzert: Triumph für Christian Thielemann

Dirigent Christian Thielemann ist bei seinem Einstand als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden lautstark gefeiert worden. Als die 7. Sinfonie von Anton Bruckner verklungen war, brach in der Semperoper Jubel los. Bei Bruckners 7. Sinfonie brauchte Thielemann keine Partitur. Der Künstler gilt weltweit als ausgesprochener Experte für das romantische Repertoire und brachte dann auch den warmen Klang des Dresdner Orchesters voll zur Geltung.

Ein Trio des Ersten dominiert den Fernsehabend

Ganz große Quoten à la Klitschko gab es zwar nicht, doch mit 4,05 Mio. Boxfans erreichte Felix Sturm bei seiner Niederlage am Sonnabend (Sat.1) immerhin starke Marktanteile von 24,0 und 20,9 Prozent. Gewonnen hat den Fernsehabend ein ARD-Trio aus "Tagesschau" (5,35 Mio. Zuschauer sorgten für einen Marktanteil von 24,4 Prozent), "Schlaflos in Schwabing" (4,13 Mio.) und "Sportschau", für die Fußball-Berichterstattung interessierten sich 4,05 Millionen.