Kostenschätzung

Sanierung der Staatsoper: Im Herbst liegen Zahlen vor

Im Herbst will die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt eine neue Kostenschätzung für die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden vorlegen.

Das kündigte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher im Kulturausschuss im Anschluss an eine Baustellenbesichtigung an. Dass der Kostenrahmen - eingeplant sind 242 Millionen Euro - noch zu halten ist, bezweifelt die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, Sabine Bangert. Die Abgeordnete hatte eine Kleine Anfrage gestellt und jetzt die vierseitige Antwort bekommen. Darin räumt die Verwaltung unter anderem ein, dass die "Bausubstanz der Wände und Decken wesentlich schlechter ist als ursprünglich angenommen", also deutlich mehr erneuert werden musste als geplant. Außerdem seien bereits 73 Prozent der sogenannten Reserve für Unvorhergesehenes (eine Rücklage in Höhe von knapp 18 Mio. Euro) verbraucht worden. Für eine zweite Verschiebung des Wiedereröffnungstermins auf Oktober 2015, also zwei Jahre später als ursprünglich geplant, sorgten jüngst die Probleme bei der Abdichtung des unterirdischen Verbindungsganges, in dem künftig Bühnenbilder vom Magazin zur Bühne transportiert werden sollen. Beruhigend zumindest die abschließende Feststellung der Senatsbaudirektorin, die davon ausgeht, dass kein "Imageschaden für Berlin und die Staatsoper eintreten wird".