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Film: Schönes Geschenk: James Bond kommt nach Berlin ++ Finanzen: Hamburg: Streit über Kürzungen des Kultur-Etats ++ Kunst: Kassel erlebt dank documenta einen Tourismus-Boom ++ TV-Quoten: Fünf Millionen Zuschauer verfolgen "Wüstenblume"

Schönes Geschenk: James Bond kommt nach Berlin

Sir Ken Adam, Ausstatter zahlreicher "James Bond"-Filme, schenkt sein künstlerisches Archiv der Deutschen Kinemathek. Die Sammlung des 91-jährigen Filmarchitekten und Szenenbildners besteht aus rund 4000 Skizzen zu Filmen, wie die Kinemathek mitteilte. Dazu gehören auch Fotoalben einzelner Filme, Storyboards, militärische Orden und Ausweispapiere sowie alle filmischen Auszeichnungen inklusive Adams zwei Oscars. Ken Adam wurde 1921 in Berlin als Klaus Hugo Adam geboren, heute lebt er in London. Adam stattete 74 Filme aus, so auch "Dr No", "Goldfinger", "Man lebt nur zweimal" und "Der Spion, der mich liebte".

Hamburg: Streit über Kürzungen des Kultur-Etats

Die Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft haben vor drohenden Einschnitten im Kulturbereich gewarnt. "Es ist nicht nur die Spitze gefährdet, sondern auch die Breite", sagte die kulturpolitische Sprecherin Christa Goetsch. Mit den Tarifsteigerungen drohe den Kultureinrichtungen eine enorme Einsparverpflichtung, die zudem "intransparent und willkürlich" getroffen werde. So bleibe das Schauspielhaus verschont, weil Intendantin Karin Beier klug verhandelt habe, andere müssten die Tarifsteigerungen zum Teil aber selbst ausgleichen.

Kassel erlebt dank documenta einen Tourismus-Boom

Dank der documenta sind in der ersten Jahreshälfte die Besucher- und Übernachtungszahlen in Kassel in die Höhe geschnellt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Übernachtungen um 8,2 Prozent, teilte die Stadt mit. Dabei sei der erste documenta-Monat Juni der mit Abstand stärkste Monat gewesen. "Dies zeigt deutlich die Magnetwirkung der documenta auf Kassel", sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD).

Fünf Millionen Zuschauer verfolgen "Wüstenblume"

Schon im Kino war der Film "zwischen unterhaltsamer Aschenputtel-Geschichte und eindringlichem Hinweis auf die grausame Genitalverstümmelung" (Blickpunkt:Film) ein Hit: Mehr als eine Million Menschen sahen ihn 2009 in den deutschen Kinos. Auch im Free-TV erreichte der Film nun gute Werte: Mit 5,31 Millionen Zuschauern (Marktanteil: 18,4 Prozent) gewann er für Das Erste die Tageswertung im Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen war die "Simpsons"-Folge auf Pro Sieben erfolgreicher.