Kino

Fatih Akin mit dem Peter-Weiss-Preis ausgezeichnet

Der Hamburger Regisseur Fatih Akin, 39, erhält in diesem Jahr den mit 15.000 Euro dotierten Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum.

Akins Werk sei durch das Interesse an interkultureller Toleranz und Verständigung geprägt, begründete die Jury in Bochum ihre Entscheidung. Akin nehme wie kein anderer deutscher Filmemacher seiner Generation individuelle Empfindlichkeiten in den Fokus, die gegen den Druck gesellschaftlicher Konventionen in der Familie, bei der Arbeit oder in der Liebe behauptet werden müssen, hieß es.

Fatih Akin wurde als Sohn türkischer Eltern in Hamburg geboren. Bereits während seines Studiums der Visuellen Kommunikation an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste machte er mit seinem Spielfilmdebüt "Kurz und schmerzlos" (1998) auf sich aufmerksam. Es folgten die Spielfilme "Im Juli" (2000) und "Solino" (2002). Bekannt wurde Akin durch seinen Film "Gegen die Wand" (2004). Für seine Filme erhielt Akin zahlreiche Auszeichnungen. So bekam er auf den Filmfestspielen von Venedig für seinen Film "Soul Kitchen" den Spezialpreis der Jury 2008.

Der Preis erinnert an den Schriftsteller, Maler und Filmemacher Peter Weiss (1916-1982). Die Auszeichnung wird von der Stadt Bochum alle zwei Jahre in den Sparten Literatur, Bildende Kunst, Film oder Theater vergeben. Erster Preisträger war 1990 der Theaterregisseur George Tabori. 1994 erhielt die Schriftstellerin Elfriede Jelinek, vor zwei Jahren die Bildhauerin Rosemarie Trockel den Preis. Der Jury gehörten in diesem Jahr unter anderem der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen sowie der Regisseur und Filmemacher Adolf Winkelmann an.