Prozess

Ex-KiKa-Manager wegen Betrugs zu Haftstrafe verurteilt

Er drehte das ganz große Rad und verprasste Gebührengelder in Millionenhöhe.

Wegen des Betrugsskandals beim Kinderkanal von ARD und ZDF (KiKA) muss der frühere Herstellungsleiter des Senders für sechs Jahre und drei Monate hinter Gitter. Das Landgericht Erfurt sprach den 45-Jährigen erneut der Untreue und Bestechlichkeit für schuldig. In die Strafe floss die erste Verurteilung des Mannes ein, der die abgezweigten Millionen größtenteils im Casino verzockte.

Der einstige KiKA-Manager räumte im Prozess ein, den mitangeklagten Geschäftsführer einer Produktionsfirma zu Scheinrechnungen veranlasst zu haben, um mit dem Geld seine Spielsucht zu befriedigen. Der ebenfalls geständige Geschäftspartner wurde wegen Beihilfe und Bestechung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Der einstige Herstellungsleiter habe ein großes Spiel aufgezogen, bei dem er über Jahre die Spielfiguren setzte, wie er sie brauchte, sagte die Vorsitzende Richterin Sabine Rathemacher. Sie sprach von einem ausgeklügelten System und einem Netz der Korruption.