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Festspiele: Venedigs neuer Leiter will junge Filmemacher stärken ++ Literatur: Richard Ford verlässt die USA, falls Obama die Wahl verliert ++ Tanz: Franzose Boris Charmatz ist "Choreograph des Jahres" ++ TV-Quoten: Bundesliga-Auftakt hat die meisten Zuschauer

Venedigs neuer Leiter will junge Filmemacher stärken

Der neue Leiter der Internationalen Filmfestspiele Venedig, Alberto Barbera, will das älteste Festival der Welt in den kommenden Jahren deutlich verändern. So soll die Anzahl der Filme im gesamten Programm reduziert und ein Filmmarkt etabliert werden, sagte der 62-jährige Barbera vor der Eröffnung der 69. Festspiele am Mittwoch. Außerdem wolle er junge Filmemacher stärker unterstützen. Barbera war bereits von 1998 bis 2002 Leiter der Festspiele und kehrte in diesem Jahr auf den Posten zurück.

Richard Ford verlässt die USA, falls Obama die Wahl verliert

Der amerikanische Schriftsteller Richard Ford (68) will die USA verlassen, wenn Barack Obama nicht wiedergewählt wird. "Wenn Romney Präsident wird, gehen wir auf jeden Fall nach Kanada", sagte der Pulitzerpreisträger ("Independence Day", 1996). "Es herrscht eine unglaubliche aggressive Grundstimmung zwischen zwei immer weiter auseinanderdriftenden Lagern." Diese "hassgeschwängerte Atmosphäre" sei kaum noch zu ertragen. Ford glaubt, dass hinter den tiefen Gräben Rassismus stecke.

Franzose Boris Charmatz ist "Choreograph des Jahres"

Der Franzose Boris Charmatz ist von europäischen Kritikern der Zeitschrift "tanz" (Berlin) zum "Choreograph des Jahres" gewählt worden. Er wurde für sein Gesamtwerk und seine jüngste Produktion "enfant" über die Opferrolle von Kindern ausgezeichnet, wie das Blatt am Samstag mitteilte. Die Choreographie war auch auf der Ruhrtriennale in Essen zu sehen gewesen. Als "Tanzproduktion des Jahres" wurde die politische Inszenierung "Can We Talk About This?" des britischen Choreographen Lloyd Newson und seiner Kompanie DV8 Physical Theatre gekürt.

Bundesliga-Auftakt hat die meisten Zuschauer

Im letzten Jahr war das Interesse etwas größer, 2011 hatten 6,82 Mio. den Bundesliga-Auftakt verfolgt, diesmal sahen 6,02 Mio. Zuschauer das Eröffnungsspiel, das Meister Borussia Dortmund gegen Werder Bremen mit 2:1 für sich entschied. Unzufrieden wird das Erste trotzdem nicht sein, zumal auch "Tagesthemen" (4,87 Mio.) und "Tagesschau" (3,89 Mio.) noch einen Schwung mitnehmen können. Mit 4,59 Mio. drängelt sich "Ein Fall für zwei" im ZDF auf den dritten Platz, "Soko Leipzig" folgt mit 3,74 Mio. an fünfter Stelle und danach meldet sich laut meedia.de RTL mit "Die 25 unglaublichsten TV-Auftritte der Welt" (3,08 Mio.).