Museen

Gemäldegalerie: Neumann prüft jetzt Umzugs-Alternativen

Als "unausgegoren" haben die Grünen im Bundestag den geplanten Umbau der Berliner Museumslandschaft kritisiert.

"Offenbar herrscht selbst innerhalb der Bundesregierung eine erhebliche Zerstrittenheit, wie die Planung aussehen soll", erklärte die Grünen-Haushaltssprecherin Priska Hinz. Sie verwies auf einen von ihr angeforderten Bericht der Bundesregierung, der erst gestern nach "mehrmaligen Nachfragen" und Fristverlängerung beantwortet wurde, "weil es seitens des Finanzministeriums Vorbehalte gegenüber dem ursprünglichen Bericht" des Kulturstaatsministers Bernd Neumann (CDU) gegeben habe. Darin geht es um die umstrittenen Rochade, bei der die Alten Meister aus der Gemäldegalerie am Kulturforum in einen Neubau gegenüber der Museumsinsel ziehen sollen, um Platz zu machen für die Sammlung Pietzsch und weitere Kunstwerke des 20. Jahrhunderts.

Für diese Pläne, bei denen viele Meisterwerke von Rembrandt und Co jahrelang im Depot verschwinden würden, hatte der Haushaltsauschuss im Juni überraschend zehn Millionen Euro bewilligt. Damit sollte die Gemäldegalerie zum Museum der Moderne umgebaut werden. Neumann versucht jetzt die Wogen zu glätten. Er betont in seinem Bericht, dass "keine übereilten Entscheidungen getroffen werden, sondern auch unter Prüfung von Alternativen zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt wird, in der Umfang, Kosten und Zeiträume für den Umbau ermittelt sowie andere Alternativen einschließlich von Zwischenlösungen geprüft werden."