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Architektur: Frauenkirche zieht Millionen Besucher aus aller Welt an ++ Kunst: Prozess um strittiges Immendorff-Bild geht weiter ++ Literatur: Gumbrecht: "Sturm" ist ein "pathologischer" Exzess ++ TV-Charts: "Tatort" trotz Wiederholung weit vorne

Frauenkirche zieht Millionen Besucher aus aller Welt an

14 Millionen besuchten bisher die Dresdner Frauenkirche in den sieben Jahren seit der Weihe des wieder aufgebauten Gotteshauses. "Im Schnitt kommen zwei Millionen Besucher pro Jahr", sagte eine Sprecherin der Stiftung Frauenkirche. 2011 strömten rund 1,9 Millionen Gäste aus dem In- und Ausland zu Andachten, Gottesdiensten, Konzerten oder zur Besichtigung in die 1945 zerstörte und nach der Wende neu errichtete Frauenkirche. "Wir hoffen, das auch in diesem Jahr zu erreichen." Bisher liege der Stand 2012 bei gut einer Million Besuchern.

Prozess um strittiges Immendorff-Bild geht weiter

Nach einjähriger Unterbrechung geht am Mittwoch der Prozess um die Echtheit eines Gemäldes von Jörg Immendorff vor dem Landgericht Düsseldorf weiter. Immendorff-Witwe Oda Jaune hält das Bild für eine Fälschung und will es vernichten lassen. Ein Gerichtssprecher sagte, das Gericht wolle am einen Sachverständigen befragen. Es geht um das Bild "Ready-made de l'histoire dans Café de Flore".

Gumbrecht: "Sturm" ist ein "pathologischer" Exzess

Der amerikanische Literaturwissenschaftler und Publizist Hans-Ulrich Gumbrecht hält es für "unglaubhaft", dass Thomas Steinfeld als Vorbild für das Mordopfer seines Krimis "Der Sturm" nicht die Person Frank Schirrmachers gewählt haben will. Dem Deutschlandfunk sagt Gumbrecht, "Der Sturm" sei ein Kriminalroman, der zum Schlüsselroman mutiere. Die Zerstückelung der Leiche des an den "FAZ"-Herausgeber angelehnten Journalisten sei zudem ein "Exzess" des Autors, den er "pathologisch" nennen würde. Man müsse sich fragen, ob der Roman nicht lediglich ein "Dokument von Steinfelds psychologischen Schwierigkeiten" sei.

"Tatort" trotz Wiederholung weit vorne

Alle lieben den "Tatort". Insgesamt gewann der beliebte deutsche Krimi, trotzdem er eine Wiederholung war, mit großem Vorsprung: 6,38 Mio. Krimifans schalteten ihn am Sonntag ein: ein Marktanteil von 22,7 Prozent und ein Vorsprung von mehr als 2 Mio. zum direkten Konkurrenten, dem ZDF-Film "Katie Fforde: Glücksboten". 4,32 Mio. sahen den Fernsehfilm. Zwischen das 20.15-Uhr-Duo schob sich die "Tagesschau" des Ersten mit 5,58 Mio. Zuschauern.